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WE CAN BE REBELS Beiträge

ÜBER DAS TRAUERN

Trauer ist das, was Du spürst, wenn etwas stirbt.
Es ist das, was Du empfindest, wenn Du jemanden verlierst.
Das kann ein geliebter Mensch sein, eine Beziehung oder ein Job.
Vielleicht auch eine Lebensphase, die endet.
Eine Ehe, die vorbei ist.
Die Welt, wie wir sie kannten.
Die Welt vor Covid.

Gerade erleben wir einen kollektiven Verlust.
Die Welt, wie sie war, gibt’s so nicht mehr.
Kein intuitives Umarmen, kein bedenkenloses Anfassen, nicht schnell mal nach New York.
Keine unbeschwerten Parties, keine Arenakonzerte, keine Buchmessen.
Alles im Umbruch, nicht ganz klar, wo’s hin geht.
„Wisst ihr noch, wie’s damals war?“, werden wir bald sagen.
Und dabei wehmütig zurückschaun.

Wie wir den Verlust erleben, ist sehr individuell.
Für Kids mag der schlimmste Verlust der verpasste Schulunterricht mit Freunden sein.
Für Teens und Twens ist es, ihre wilden Jahre nur eingeschränkt erleben zu dürfen.
Für die Älteren ist der schlimmste Verlust vielleicht, ihre Angehörigen nicht regelmäßig zu sehen.
Für Dich, die Du gerade ein Elternteil verloren hast, ist das Dein schlimmster Verlust.
Der schlimmste Verlust ist immer Deiner!
Soviel steht fest.

Daher lasst uns nicht bewerten, wessen Verlust schlimmer ist!
Lasst uns nicht beurteilen, wie man zu trauern hat!
Das treibt einen Keil zwischen uns,
macht es schwerer als es eh schon ist.
Du trauerst anders als ich.
Er trauert anders als sie.
Selbst um die gleiche Person oder Sache.

Was immer Du beim Trauern fühlst, ist das, was Du fühlst.
Starre. Paralyse. Schock. Schwere.
Traurigkeit. Wut. Enttäuschung.
Unverständnis. Ungerechtigkeit.
Erleichterung. Erlösung.
Schuld. Scham.
Nichts.
Alles ist erlaubt.

Sehr wahrscheinlich durchläufst Du beim Trauern diese 5 Phasen:
Leugnen. Wut. Verhandeln. Depression. Akzeptanz.
Nicht linear. Vielleicht aber doch.
Gleichzeitig. Vielleicht auch nicht.
Stell’s Dir vor wie ein Gerüst,
in dem es hin und her gehen kann.
Es ist ein Rahmen ohne Regeln,
ohne Anleitung „so geht’s“.
Nur tröstlich zu wissen, dass es allen so geht.
Du bist nicht allein, in dem was Du fühlst,
und kannst besser benennen, was mit Dir passiert.

Laut D. Kessler ist nach Akzeptanz nicht Schluss.
Kein harter Cut und weiter geht’s.
Auch wenn das Umfeld einen das vielleicht glauben lässt,
akzeptieren und abhaken funktioniert so nicht.
Du willst einen Sinn sehen in Deinem Verlust,
Bedeutung finden, sagt er.
Eine 6. Phase durchlaufen,
„Finding meaning“, schreibt er.

Um was gehts beim „Sinn finden“ im Verlust?
Nicht darum, einen Sinn im Tod zu sehen,
auch nicht um Dankbarkeit dafür. Nein.
Es geht darum, für sich selbst zu spüren,
wer kann ich sein, der ich bisher nicht sein konnte?
Was kann ich tun, was ich bisher nicht tun konnte,
als die verlorene Zeit oder Person noch hier war?
Was wird mir hier als Chance gegeben?
Wie kann mein Leben jetzt sein?
Was mach ich draus?

Es scheint drum zu gehen, den Blick zu erweitern,
peripher zu sehen, ‘ne neue Perspektive zu finden.
Eine, die Dir hilft, bestmöglich weiterzuleben.
Eine, die Dir hilft dankbar zu sein.
Für das, was war.
Für das, was die Person in Dein Leben gebracht hat.
Für das, was Du in dieser Zeit erleben durftest.
Für die, die Du dadurch geworden bist.
Denn sie ist nun ein Teil von Dir.
Du gehst zwar alleine weiter, aber mit ihr in Dir.

Lange habe ich überlegt, was ich jetzt schreibe.
Was hätte mir damals beim Verlieren meiner Mutter geholfen?
Was beim Verlust? Was beim Trauern?

Was mir geholfen hätte …

Die Erkenntnis, dass meine Trauer schon bei der Diagnose begann.
Mein Leben danach war ein anderes. Das alte GONE.
Die Erkenntnis, dass das, was nach der Diagnose kam auch Trauer war.
Meine Mutter war nicht mehr meine Mutter, und ich kein Kind.
Meine Mutter war nicht mehr meine Freundin, und ich sehr einsam.
Die Erkenntnis, dass meine Wut, die Traurigkeit, meine Schwere,
die Akzeptanz meiner neuen Rolle Teil der Trauer war. Und ganz normal.
Statt anzuerkennen „So, ists!“, hab ich’s ignoriert,
und „alles unter Kontrolle!“ sagend ein Lächeln aufgesetzt,

Was mir geholfen hätte …

Wenn mehr Leute sich getraut hätten, mich zu fragen, wie’s mir geht.
Wenn mehr Menschen aus dem Alltag gesagt hätten, „lass uns ein Bier trinken gehen und erzähl mir, wie’s Dir geht, was Du im Krankenhaus erlebst und was das mit Dir macht.“
Doch aus Angst das Falsche zu sagen, haben die Meisten einfach nix gesagt.
Dabei ist es ganz einfach. Frag „Wie geht’s Dir?“ und hör einfach zu.

Was mir geholfen hätte …

Nach dem Tod nicht zu hören, jetzt wird’s langsam Zeit, die Trauer abzulegen,
weiterzumachen, die Bilder abzuhängen.
Sondern lieber, „nimm Dir Zeit, trauer so lang wie’s Du’s brauchst. Ich bin hier, wenn Du mal reden willst.“

Was mir geholfen hätten …

Mehr über den Tod zu wissen. Über das Sterben.
Was erleben Sterbende?
Was fühlen sie? Was denken sie?
Was sind ihre Bedürfnisse am Ende ihrer Lebensreise?
Und was erwartet mich als Angehörige?
Was wird passieren?
Wie kann ich unterstützen?

Aus heutiger Sicht versteh ich nicht so richtig, warum ich mich damals nicht näher damit auseinandergesetzt habe.
Aus heutiger Sicht, hätte ich sie gerne noch mehr Dinge gefragt, um ihr zu helfen, loszulassen, Abschied zu nehmen, die Dinge zu ordnen, in Ruhe zu gehen.
Die Dinge aus ihrem Leben zu verarbeiten, die noch nicht abgeschlossen sind.
Das loszuwerden, was sie noch schwer gemacht hat.
Mit ihr sich befreien, sich feiern, sich anerkennen.

Thomas Mache erzählt im Podcast “Endlich. Wir sprechen über den Tod.” von einer schönen Idee.
Er erzählt von einer Frau, die Gespräche mit Sterbenden über ihr Leben geführt hat, diese dann aufgenommen und eine Geschichte daraus gemacht hat.
Dann hat sie den Menschen ihre Geschichte vorgelesen.
Und Ihnen damit die Anerkennung gegeben, dass ihr Leben mit all den Höhen und Tiefen, mit all den Brüchen und bedeutsamen Momenten jetzt „full circle“ ist.
Ganz, vollständig, complete. Ich kann jetzt gehen.
Wie schön. Das hätte ich aus heutiger Sicht damals gern für sie und für mich gemacht.

Was mir sehr geholfen hat …

War das Bewusstsein darüber, dass ich viele bedeutsame Momente mit meiner Mama hatte, vor der Diagnose und danach.

Wir waren in New York, in London, in Florenz.
Wir waren bei Robbie Williams und Lenny Kravitz.
Wir waren teuer essen, haben Wellness gemacht.
Wir waren ausgiebig shoppen, haben über das Schulsystem diskutiert.
Wir waren am Gardasee Rotweintrinken, und im Biergarten ums Eck Biertrinken.
Wir waren im Krankenhausbett zusammen Grazia gelesen.
Und auf der Palliativstation den Adventsliedern einer Harfenspielerin zugehört.
Ich war an ihrer Seite, bis zum letzten Atemzug.

Was bleibt sind die bedeutsamen Momente.
Und … trotz allem ein gebrochenes Herz.

In meinem Text “Hearts stay broken” schreibe ich darüber.
https://blog.rebel-coaching.net/2020/12/07/hearts-stay-broken/

Was hat das jetzt eigentlich mit Mut zu tun?
Was am Sterben, am Trauern ist mutig?

Melanie Greenberg schreibt in einem Artikel, dass es eine Facette von Mut ist, dem Leid mit Würde zu begegnen. Schicksalsschläge wie Krankheit annehmen, das Beste daraus machen und andere in ihrem Leid begleiten.

Oder in Victor Frankls Worten:
“There is no need to be ashamed of tears, for tears bear witness that a man has the greatest of courage, the courage to suffer.” —Viktor Frankl

Literatur

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VON PAUSE ZU PLAY

Die Zeit steht still.
Alles wartet, nix bewegt sich.

Wir warten auf die Zukunft.
Wir warten, dass es weitergeht.
Wir warten, dass das Leben wiedereröffnet.
Wir warten auf Godot.

Sind gefangen in der Warteschleife,
starren gebannt auf den Ladebalken,
der wächst und wächst, und wächst und wächst,
doch bei zwei Drittel, OH NO, gehts von vorn wieder los.

Wir stecken fest im Infinity Loop,
das Leben will einfach nicht vorwärts springen,
es verharrt im Gleichklang, träge und starr,
zieht sich wie Kaugummi, kein Ende in Sicht.

Wir fühlen wie Sandkorn um Sandkorn durch die Uhr rinnt,
und wetzen uns dabei die Seele wund,
wir fahren mit angezogener Handbremse dahin,
und verplempern, OH YES, unsere Lebenszeit.

Wir spüren, alles wird anders,
aber kein Plan wie genau.
Das Alte is weg, das Neue noch nicht da,
alles im Wandel, wohin nur mit uns?

Der Zeiger wird vorwärts springen,
kein Grund noch länger stillzustehen,
kein Grund an Dir vorbeizuleben,
das nächste Kapitel zu verschieben.

Cherish the love. Cherish the life.
There will be love. There will be life.

Warum nicht gleich loslegen,
den Zwischenraum nutzen,
und aus der Stille heraus,
Deine Story neu schreiben.

Dein Inneres nach außen kehren,
ohne Lärm und Beeinflussung,
erfassen, was du brauchst,
aufmalen, was du wirklich willst.

Loslassen, was Dich schwer macht,
einladen, nach was Du Dich sehnst,
feiern, was hinter Dir liegt,
nach vorne denken, Dich neu ausrichten.

Deinen Nordstern anpeilen,
Deine Spur legen,
Deine Intention setzen,
Dein Herz aktivieren.

Und dann …
Run, run, run, run, run, run
run, run, run, run, run, run
Let’s start a revolution!

Denn der Zeiger wird vorwärts springen,
und dann bist Du bereit,
aus Deinem Leben das Beste zu machen,
und nix links liegen zu lassen.

Von Pause zu Play.

———–

Bist Du bereit, NACH VORNE zu leben?
Mutig Deinen Zukunft zu visualisieren?
Auf PLAY zu drücken?

Dann sei dabei beim VISION BOARD ONLINE WORKSHOP im Januar 2021!

  • Du wirst sehen und spüren, was Du in den verschiedenen Bereichen Deines Lebens wirklich willst!
  • Du wirst verschiedene meditative Reflektionen und innere Reisen erleben, die es Dir ermöglichen, auf allen Ebenen wahrzunehmen, was für Dich von Herzen wichtig ist!


Oder starte direkt damit, DEIN VISION BOARD für 2021 zu erstellen!
Ich habe Dir eine Anleitung zusammengestellt, wir Du Dein Vision Board erstellen kannst!
>> Hier kannst du die komplette Anleitung inklusive Skizze herunterladen!

Auf Vision Boards visualisierst Du Deine Träume, Ziele und Visionen durch Bilder wie eine Art Collage und machst sie somit greifbarer. Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte! Bilder transportieren Gefühle, Ideen und Erlebnisse. Bilder auf Vision Boards stellen keine konkreten Ziele oder Wegbeschreibungen dar. Sie sind eher wie ein Nordstern, der Dir hilft, Deine Ziele nicht aus dem Auge zu verlieren und Deine Visionen einfacher und schneller mit Hilfe Deines Unterbewusstseins zu erreichen.

ERSTELLE DEIN VISION BOARD IN 4 SCHRITTEN!

1. LEGE DIE BEREICHE DEINES VISION BOARDS FEST!

  • Wähle bis zu 8 Lebensbereiche, die Dir wichtig sind und zeichne diese auf Deine Skizze ein! Du kannst gerne meine Skizze hier nutzen!
    • Persönliches Wachstum (Werte, Stärken, )
    • Beruf & Beitrag (Job,Karriere, gesellschaftlicher Beitrag)
    • Liebe & Partnerschaft
    • Familie & Freunde
    • Besondere Erlebnisse & Errungenschaften (z.B. Marathon)
    • Freizeit & Erholung
    • Finanzen & Geld
    • Fitness & Gesundheit
    • Spiritualität

2. BESTIMME DEN ZEITRAUM FÜR DEIN VISION BOARD!

  • Für welchen Zeitraum soll Dein Vision Board sein? 3, 5, 10 Jahre? Länger?

3. Visualisiere Dein perfektes Leben in jedem Bereich – in Bildern, Motiven oder Zitaten!

  • Geh dabei am Besten in diesen 3 Schritten pro Bereich vor:
    1. Stelle Dir vor, wie’s sein soll! Spüre es mit Deinem ganzen System: Körper, Herz, Geist, Kopf!
    2. Mache Dir Notizen oder male auf, was Du gesehen und gespürt hast!
    3. Ergänze Bilder in Deinem Vision Board! Oder auch Motive und Zitate!
      Mach’s digital auf CANVA oder ganz analag mit Papier, Kleber und ausgeschnittenen Bildern!
  • Wiederhole das für jeden Bereich!
  • Hänge Dein Vision Board prominent auf!

4. Verinnerliche Deine Träume!

  • Überarbeite Dein Vision Board immer wieder, bis es sich stimmig anfühlt!
  • Verinnerliche Deine Vision, so als ob Du’s schon erreicht hast! Beziehe Deine Träume in Deine Mediation oder Achtsamkeitsroutine ein!

Hier kannst Du Dir die komplette Anleitung für DEIN VISION BOARD inkusive SKIZZE herunterladen.

Literatur:

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DER VERLETZTE TEIL IN DIR DARF HEILEN

“Ultra-Independence is a Trauma response”
Wham. In Your Face. Slap.
Gelesen, getroffen, ins Herz gepierced.
Der Stich sitzt tief, die Wunde klafft.

Unabhängig, stark, kommt allein klar.
Ja.
Braucht keine Hilfe, macht alles selbst.
Ja.
Trifft Entscheidungen allein. Löst Probleme mit sich.
Klar.
Steht drüber. Auch wenn’s mal nicht so läuft.
Check.

Klingt erstmal erstrebenswert, oder?
Und das hier? Das auch?

Bloß nicht sagen, wie’s wirklich ist.
Nicht mal, wenn die Mutter im Sterben liegt und die Schwester vom Lithium zittert.
Bloß in der Arbeit nix anmerken lassen,
auch wenn die Nacht auf der Notaufnahme mal wieder lang war.
Bloß nicht um Hilfe bitten,
selbst wenn ich kein Plan hab, wie’s weitergehn soll.
Bloß nicht anlehnen,
obwohl ne Schulter dringend nötig wär.
Bloß nicht einladen lassen,
ich zahl schon allein.
Stark sein. Geht schon.
Superhero all the time.

Superhero?
Viel eher Sologitarristin, Kontroll-Freak, Hyper-Achiever.
Co-abhängig von mir selbst.
Nur ich kann es fixen.
Wenn nicht, gibt’s Verachtung vom inneren Gericht.
Selbstsabotage all life long.
Einsamkeit inklusive. Energieverlust on top.
Agierend aus der Verwundung,
von einem traumatisierten Teil meiner Selbst.

Dem Teil, der viel zu früh erwachsen werden musste,
der statt zu spielen, sich um Andere sorgte,
und über Nacht das Staunen abgelegt hat.
Der Fliegen lernte ohne Flügel,
sich selbst überlassen, Potential verwelkt.
Der statt Intimität Autonomie gekriegt hat,
sich selbst am Nächsten sein, darauf ist Verlass!
Der Zeuge von Narzissmus wurde,
und ab sofort ein Raktenabwehrsystem in Betrieb nahm.
Niemals Opfer. Niemals Ich. Niemals die, die mir nah sind.
Dann lieber Ich-AG. Selbständig, unabhängig, ultra-independent.

Bis heute ist das so.
Bis vor Kurzem noch mehr.
Gesteuert vom verwundeten Kind.
Betriebssystem 1985.
35 Jahre ohne Update.
Long time no see.

Wie ist das bei Dir?
Kennst du das auch?
Was ist Deine Trauma-Reaktion? Dein ULTRA?
Ultra-Rastlosigkeit, Utra-Helfersyndrom, Ultra-Wachsamkeit?
Oder das Gegenteil?
Null-Antrieb, Null-Energie, Null-Intensität.
In Watte gehüllt. Nix kommt rein, nix geht raus. Safe.

Und aus welchem Anteil agierst Du?
Welcher „Ich-Zustand“ ist „on“?
Dein Kinder-Ich?
Das fügsame Kind? Angepasst, immer regelkonform?
Oder der trotzige Teenie? Rebellisch und quenglig?
Dein Eltern-Ich?
Der überkritische Vater? Nix is gut genug. Du schon gar nicht.
Die antreibende Mutter? Jetzt mach schon. Los.
Die Synergie aller? Deine ganze innere Family versehrt?

Und wie ist Deine Wahrnehmung dadurch?
Wie Deine Sicht auf die Welt?
Welche Ziele erscheinen Dir sinnvoll?
Wie oft ist das, was Du willst, nicht das was Du willst?
Und wie fühlt sich das an?
Welche Irritationen löst Du aus?

Und wo bist eigentlich DU?
Dein Erwachsenen-Ich?
Die, die selbstverantwortlich handelt,
im Einklang mit sich und ihren Anteilen,
auf Augenhöhe mit den Anderen,
geheilt von alten Wunden.
Die, die in Verbindung ist mit dem nährenden Eltern-Ich in ihr.
Kümmernd, unterstützend, anfeuernd.
Die, die dem verspielten Kind in sich Raum gibt.
Frei, unschuldig, volle Phantasie.
Die, die den idealistischen Jugendlichen in sich Grenzen sprengen lässt.
Mutig, voller Energie, we can do it.

Aus dieser Haltung kommend ist Erfüllung in Sicht.
Das, was Du willst, ist dann das, was Du willst.
Die, die Du bist, ist dann die, die Du sein willst.
Du und Du. Ihr seid in Tune.
Urvertrauen. Selbstakzeptanz. Selbstbestimmung.
Gesunde Eigenverantwortung statt Ultra-Unabhängigkeit.

Unsere Persönlichkeit ist multidimensional.
Manche Anteile sind kindlich, andere reif.
Manche verwundet, andere heil.
Manche unterstützend, andere limitierend.
Jeder Teil verfolgt seine eigene Agenda.
Um frei zu sein, unabhängig ohne ultra,
um erfüllt zu sein, zufrieden ohne Rausch,
brauchst Du Klarheit über die Teile in Dir,
das Bewusstsein, welche am Steuer sind
und welche Teile Heilung brauchen.

1. Identifiziere Deinen Ich-Zustand!

  • Aus welchem Ich-Zustand heraus führst Du Dein Leben? Eltern-Ich, Kinder-Ich oder Erwachsenen-Ich?
  • In welcher Ausprägung? Kritisches Eltern-Ich, fügsames Kinder-Ich oder rebellisches?
  • Welche typischen Gefühle und Verhaltensweisen bringt das mit sich?
  • Wie beeinträchtigt das Deine Wahrnehmung? Wie Dein Leben?

vgl. Ich-Zustandsanalyse; Puls-Podcast Ich-Zustandsanalyse

2. Identifiziere Deine verwundeten Teile

  • Was davon ist Deine „Trauma-Response“? Schuldgefühle, Aggression, Taubheit, Ultra-Rastlosigkeit oder Null-Antrieb?
  • Welcher verwundete Teil in Dir braucht Heilung?

vgl. Trauma-Responses

3. Erlaube den verwundeten Teilen in Dir zu heilen!

  • Verbringe Zeit mit dem verwundeten Teil in Dir!
    • Jeden Tag ein paar Minuten, vielleicht während Deiner Meditation oder Achtsamkeitsroutine, ein paar Wochen lang!
    • Leg ein Kinderfoto von Dir neben Dich, wenn Du magst.
    • Achte darauf, was für Bilder sich zeigen und welche Gefühle?
    • Was sagt der versehrte Teil in Dir? Was braucht er?
    • Schließe ihn in Dein Herz! Hör ihm zu und spende ihm Trost!
    • Bitte um Heilung!
  • Lass die Vergangenheit los! Lass sie wegdriften, ohne sie abzustoßen!

vgl. Das Kind in Dir muss Heimat finden

4. Lerne Deine anderen Teile besser kennen!

  • Oder lass das freie, verspielte Kind raus! Mit Malen, Bauen, Forschen oder Träumen zum Beispiel! Für mehr Lebendigkeit in Deinem Leben!

Literatur:

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ALS ALLES MÖGLICH WAR

Weißt Du noch …
… damals,

als alles möglich war.
Alles vorstellbar. Nichts ging nicht.
Klar werd ich später mal Schriftstellerin.
Definitiv werd ich Künstler.
Ganz sicher erforsche ich neue Therapien.
Auf jeden Fall verändere ich die Welt,
mache sie zu einem besseren Ort,
trete eine Bewegung los,
mache einen Unterschied.
Energie unendlich. Träume groß. Idealismus pur.

Weißt Du noch …

… damals,
als wir es wissen wollten.
Wie weit kann ich gehen?
Wie schnell kann ich fahren?
Wie hoch kann ich springen?
Wie gut kann ich skaten?
Was passiert, wenn ich das mache?
Und was, wenn ich jenes tu?
Grenzen testen, ausdehnen, sprengen.
Hinfallen. Wieder aufstehen. Über sich hinauswachsen.
Risiko eingegangen. Raum verschafft. Identität geformt.

Weißt Du noch …

… damals,
als wir gefeiert haben, als ob’s kein Morgen gäbe.
Klar trink ich noch ein Bier.
Natürlich bleib ich noch.
Bin ich halt müde morgen.
Den Track will ich noch hören.
Treibende Musik, intensive Gespräche, neue Freunde.
Lachen, tanzen, springen, schweben.
Intensität aufdrehen, alle Sinne aktivieren.
Mitten drin. Voll dabei. In Verbindung.
Unbeschwertheit maximal. Leichtigkeit grenzenlos. Lebendigkeit 100%.

Weißt du noch …

… damals,
als wir neugierig auf die Welt waren.
Wie ist es in Australien, in Indien oder auf Bali?
Was ist Philosophie, was Religion?
Wer war Homer, wer James Joyce?
Was ist klassische Musik, was Jazz?
Wie funktioniert Französisch, warum überhaupt Latein?
Welche Partei sagt was? Und wem glaub ich?
Was ist früher passiert und warum?
Allem auf den Grund gehen, alles aufsaugen, voll eintauchen.
Wissensdurst unstillbar. Fragen ohne Ende. Input unentbehrlich.

Hast Du Dich nicht auch schon mal gefragt,
warum das alles viel zu schnell vorbei ging?
Warum, wir schnell versucht haben „reinzupassen“,
den Standards zu entsprechen,
Erwartungen gerecht zu werden?

Warum gut auf einmal gut genug war?
Die großen Träume nicht mehr so wichtig, der Idealismus passé?
Warum auf einmal nicht mehr alles möglich erschien,
weniger Fragen da waren,
der Ernst die Leichtigkeit rausgekickt
und unser Pflichtbewusstsein die Unbeschwertheit verdrängt hat?
Sich die sichere Seite auf einmal attraktiver gezeigt hat als die unbekannte,
und das Funktionieren angenehmer war als intensiv zu leben?

Willst Du sie wieder, die jugendliche Seite in Dir?
Die Idealistin, den Unbeschwerten, die Neugierige in Dir?
Den Grenzensprenger, die Rebellin, den Punk?
Hol sie raus. Auf die Bühne. Ins Rampenlicht.
Lass Dich Deine Träume wieder entdecken.
Lass Dich den Glauben daran wiederfinden, dass alles möglich ist.

Verlier keine Zeit!
Komm zum REBEL COACH CAMP REMOTE und fang an, den Unterschied zu machen, den Du schon lang machen willst!

Oder starte direkt, Deine jungendliche Seite zu aktivieren und mehr zu leben!
Reanimiere den Teil in Dir, der lebenshungrig und idealistisch ist!

3 Schritte, um den REBEL in Dir hervorzuholen!

1. Identifiziere: Welcher TEEN oder TWEN warst Du? Welcher REBEL TYP?

  • NINJA WARRIOR – mutig, furchtlos, bereit, an vorderster “Front” zu kämpfen
  • PUNK – non-konform, Anarchist, rotzig
  • BAD GIRL – Lederjacke, Rule-Breaker, Jessica Jones-like
  • AKTIVIST – für eine Sache brennend, Demonstrant, Parolen auf dem T-Shirt
  • OUTSIDER – am Rande, Nerd, auf der Gegenfahrbahn unterwegs
  • STREET ARTIST – Freigeist, Querdenkerin, Sprühdose in der Hand
  • INDIE ROCKERIN – intellektuell, dissonant, Atomic Café-Fan

2. Erinner Dich daran, was Du mal wolltest!

  • Was war Dir früher wichtig?
  • Was wolltest Du bewegen? Was bewirken?
  • Welche Grenzen überschreiten?
  • Wer wollest Du sein? Wer werden?

3. Leb’s! Sei ein REBEL! Sei Idealist, Aktivistin, Schriftsteller, Weltverbessrin …

Zumindest mal 1 Woche 😉 Und sag’s am Besten jemandem, damit Du’s eher machst.

Inspiriert von:

  • “The Adult’s Agenda”, Lucid Living; wir haben verschiedene Persönlichkeitsanteile in uns, einen kindlichen, einen jugendlichen und einen erwachsenen Anteil.
  • https://www.archetypes.com/rebel/
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STELL DICH … DEINEN INNEREN STIMMEN

Was würdest Du gerne tun oder sein … und hast es Dich bisher nicht getraut?
Wo willst Du mutiger sein?
Was ist Deine Challenge?

Vielleicht willst Du ja endlich den Job kündigen und eine andere Richtung einschlagen.
Deinem Herzen folgen. Dich selbständig machen. Künstler oder Coach sein.

Vielleicht willst Du vor vielen Leuten über das sprechen, was Dich bewegt.
Deine Meinung vertreten. Nein sagen. Grenzen ziehen.

Vielleicht willst Du groß denken und mehr bewegen als gerade.
Dein Business erweitern. Role Model sein. Pionier sein. Ein Buch schreiben.
Auf jeden Fall einen Unterschied machen.

Vielleicht willst Du 100 % authentisch und sichtbar sein.
Masken ablegen. Leader sein mit all Deinen Ecken und Kanten. Und Dich dabei wohl fühlen.

Aber …
… jedes Mal, wenn Du daran denkst, wirst Du unruhig.
Unentspannt. Verkrampft.
Denkst schnell an was anderes.
Vermeidest Situationen, Menschen, Kommentare, die Dich daran erinnern.
Und machst weiter wie gehabt.
Änderst nix.
Verschiebst Deinen Traum.

Das ist normal!
Warum ist das so?

Alle größeren Veränderungen, die wir angehen wollen, lösen eine Art innere Konversation in unserem Kopf aus. Wir hören unsere Gedanken als Stimmen:

„Du hast eine Vision. Trau Dich!“ (Die mutige Stimme)

„Wie willst Du das finanziell überleben?“ (Der Panikmacher)

„Was ist, wenn Du scheiterst? Du setzt Dein Image aufs Spiel!“ (Der Imagebewahrer)

„Du bist kreativ! Bisher hattest Du immer einen Plan B!“ (Die Kreative)

„Probier’s einfach aus!“ (Die Spontane)

„Du hast bisher alles geschafft, was Du Dir vorgenommen hast. Du wirst auch das schaffen!“ (Die Weise)

„Du bist nicht gut genug dafür.“ (Der Richter)

„Mach das doch später. Jetzt ist nicht die richtige Zeit.“ (Der Vermeider)

„Das ist alles viel zu kompliziert. Das brauchst Du gar nicht erst anfangen.“ (Das Opfer)

Manche Stimmen sind unterstützend, treiben uns an. Der mutige, weise oder kreative Anteil in uns zum Beispiel.
Andere limitieren uns, halten uns zurück. Unsere Ängste, inneren Kritiker, Glaubenssätze.

Alle diese Stimmen zusammen sind Dein „INSIDE TEAM“ – die Sammlung Deiner Gedanken, Gefühle und Persönlichkeitsanteile zu dem Thema, wo Du eine Veränderung willst. (vgl. Cynthia Darst, Meet Your Inside Team) Jede Stimme teilt Dir ihre Sicht auf das Thema mit. Ob Du’s hören willst oder nicht 😉

Wenn die Stimmen in Harmonie sind, nimmst Du sie oft gar nicht wahr.
Wenn sie nicht „in Sync“ sind, wenn sie miteinander ringen, nimmst Du sie als innere Unruhe wahr. Manchmal sogar als inneren Konflikt.

Und dann?
Vermeidest Du das, was die Konversation auslöst.
Bleibst bei dem, was Du kennst.
Änderst nix.
Gibst neue Ideen auf, weil sie sich nicht sicher anfühlen.
Bist nicht mutig.
Gehst Deine Veränderung nicht an.

Das muss nicht so sein!
Du kannst Dir Dein INSIDE TEAM bewusst machen!
Du kannst Dir klar machen, welche Stimmen am Werk sind!
Du kannst identifizieren, welche Persönlichkeitsanteile Dich unterstützen und welche Dich limitieren!
Und sobald Du bewusst hast, was passiert, kannst Du darauf Einfluss nehmen.
Du entscheidest, auf welche Stimme Du hörst.
Du entscheidest, wie das Spiel gespielt wird!

Wie geht das?

Komm zum REBEL COACH CAMP und identifiziere mit meiner Hilfe und dem Support Deiner Peer Group Dein ganz persönliches INSIDE TEAM, das sich zeigt, wenn Du Deine Challenge angehen willst.
Lerne wie Dein INSIDE TEAM funktioniert und wie Du es verändern kannst.
Damit Du Deine Challenge meisterst.
Mutig Dein Buch schreibst. Mutig Dein Business gründest. Mutig den Job wechselst.
Oder was Du Du Dich sonst trauen willst.

Oder probier’s selbst aus! Identifiziere Dein INSIDE TEAM in diesen 5 Schritten (vgl. Cynthia Darst, Meet Your Inside Team):

1. Mach Dir Deine innere Konversation präsent!

Als erstes ist es wichtig, dass Du Deine innere Konversation zu Deinem Veränderungsthema, zu Deiner Challenge wahrnimmst. Such Dir dazu am besten eine Partnerin für diese Übung!

  • Erzähle Deiner Partnerin ein paar Minuten lang alles zu Deiner Challenge, was Dir dazu einfällt.
  • Deine Partnerin soll während des Zuhörens darauf achten, welche unterschiedlichen Stimmen und Sichtweisen sie auf das Thema hört.
  • Als nächstes gibt Dir Deine Partnerin Feedback, welche Stimmen sie gehört hat.
  • Mach Dir Notizen dazu!

2. Identifiziere Deine Stimmen!

  • Mache eine Collage mit allen Stimmen, die Du hörst!
  • Verwende pro Stimme ein Postit und ergänze das, was die Stimme sagt (z.B. „Trau Dich!“) und die Qualität, die sie bringt (z.B. „die Mutige“).

3. Erkenne die lauteste Stimme!

  • Identifiziere, welche Stimme am lautesten ist!
  • Mache aus ihr einen Bühnendarsteller:
    • Was sagt die Stimme? In welchem Ton?
    • Wie sieht sie aus? Outfit? Körperhaltung?
    • Was macht sie aus? Qualitäten?
    • Welche Wirkung hat sie auf Dich?
    • Was will will sie für Dich? Wovor beschützt sie Dich?

4. Mach Dir die Team-Dynamik bewusst!

  • Spiele die Konversation nochmal ab. Lass die Stimmen (Postits) wie bei einem Theaterstück nacheinander auf die Bühne kommen.
  • Und schau Dir dabei die Dynamik an. So wie ein Regisseur sein Stück. Oder Jürgen Klopp seine Fußballtaktik.
  • Frag Dich:
    • Wie wird das Spiel gespielt?
    • Wer kommt zuerst auf die „Bühne“? Wer dann?
    • Wer verbündet sich? Wer ist gar nicht zu hören?
    • Wer setzt dich durch?

5. Ergänze das „ICH“!

Das was Du bisher identifiziert hast sind „NUR“ Stimmen, nur Anteile von Dir.
Das, was noch fehlt ist das „ICH“.
DU als das „ICH“ bist viel mehr als die einzelnen Stimmen.
Du bist die, die die Stimmen erkennt und entscheidet auf welche sie hört!
Du bist die, die neue Vereinbarungen treffen und die Dynamik neu designen kann.

Also …

  • Schreib „ICH“ auf ein Postit und ergänze es in Deinem INSIDE TEAM!
  • Reflektiere:
    • Was fällt Dir auf?
    • Was wird Dir klar?
    • Was lernst Du?

Du kennst jetzt DEIN INSIDE TEAM.
Du weißt jetzt, wie das Spiel gespielt wird.
Cool Stuff oder?
Was ist jetzt anders? Was ist neu?
Was ist jetzt, wo Du Dein INSIDE TEAM kennst, möglich für Dich?

Und …
Willst Du es so spielen?
Oder lieber anders?
Du kannst es verändern.
Die unterstützenden Persönlichkeitsanteile stärken.
Die Dynamik anpassen.

Wie wär das?
Komm zum REBEL COACH CAMP und lerne, wie Du das Spiel nach Deinen Regeln spielst!

Meld Dich an und stell Dir die Weichen für DEINE MUTIGE VERÄNDERUNG.

Literatur:

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REBEL COACHING NEWSLETTER

Mit mutigen Impulsen und Hinweisen zu meinen Veranstaltungen.