Zum Inhalt springen →

WE CAN BE REBELS Beiträge

EINSAM SEIN IST MENSCHLICH

Zusammen ist man nicht allein.
Allein vielleicht nicht, aber einsam schon?

Ist einsam sein isoliert sein?
Räumlich distanziert, weit weg?
Weit weg schon, doch eher sozial,
wie ein Alien unter Menschen, disconnected, freier Fall.

Brüchig, wackelig fühlt sich’s an,
ein falsches Wort und die Stimmung kippt,
’ne Schwere macht sich siechend breit,
zähe Traurigkeit bahnt sich ihrn Weg.

Irgendwie bin ich gereizt, auf Angriff getuned,
fühl mich verunsichert, bin ausm Takt.
Zieh mich zurück, spür den Schmerz wie er sticht,
verkriech mich, obwohl’s die Nähe is, die ich brauch.

Einsam sein ist schwer zu greifen,
kommt in verschiedenen Kostümen daher,
tut so als ob, versteckt sich, bringt Scham mit,
bist Du einsam, bist Du nicht likeable, nein.

Nicht nur nicht likeable, auch ohne Social Skills,
nicht gesellschaftsfähig, inkompatibel,
„the odd one out“, das Teil, dass nicht reinpasst,
’n Exot unter Insidern, keinesfalls die Norm.

Lange habe ich’s nicht gecheckt, was los ist mit mir, 
was mir fehlt, warum’s weh tut, was ich wohl brauch,
dass was falsch ist mit mir, hab ich gedacht,
wieso bin ich so allein, sind doch alles Freunde hier.

Sei froh, dass Du wen hast, spukts mir durch’n Kopf,
like-minded people ist vielleicht zu viel verlangt.
Leute, für die ich sichtbar bin, visible, full sight,
die, die mein Wesen spürn und das, was ich brauch.

Menschen, die wissen, für was ich steh,
was ich gern ess oder les oder anzieh,
welche Musik mich berührt, was mich überrascht,
die merken, was mich ärgert, und was ich so gar nicht mag.

Eine Crew, mit denen es bedeutsam ist,
wo’s tief geht, die Essenz berührt,
gleichzeitig ganz leicht is, frei und unbeschwert,
sich’s sicher anfühlt, soothing, in Synch.

Eine Community, Belonging inklusive,
ein Kollektiv an Soulsurfern, auf der gleichen Welle unterwegs,
energetisch verbunden, divers und doch gleich,
tief verwurzelt im Innern, die Hand stets ausgestreckt.

Damals hab ich’s nicht gecheckt, jetzt weiß ich’s.
Ich war einsam, bin’s immer noch,
sehnsüchtig nach Nähe, nach Freundschaften und Liebe,
nach Zugehörigkeit zu ’ner Crew,
und, nach Verbundenheit mit mir selbst.



Einsamkeit ist ein Thema, dass mich bewegt!
Oft war ich in meinem Leben schon einsam,
in den letzen 3 oder 4 Jahren besonders stark,
früher auch schon, zuletzt immer wieder.
Deshalb wollt ich mehr erfahren, besser verstehen,
wer sie ist, die Einsamkeit, und was sie will,
wie sie ist, was sie bringt und wie sie wirkt,
wie man mit ihr umgeht, und was gegen sie hilft.

Einsamkeit ist schwer zu erkennen!
Lange konnte ich das Gefühl nicht erkennen, nicht zuordnen.
Weil Einsamkeit so diffus, so schwer zu fassen ist.
Sie manifestiert sich bei jedem irgendwie anders.
Mal ist sie wie Heimweh, wie Verlustangst, wie Wut,
mal kommt sie als Traurigkeit, Müdigkeit oder Schwere daher.
Vielleicht bist Du gereizt, fühlst Dich entfremdet oder unsichtbar,
empfindest Deine Beziehungen als instabil.
Wenn’s akut ist, dann denkst Du: keine kennt mich wirklich,
keinem würd’s was ausmachen, wenn ich mal nicht mehr hier bin.
Mag sein, dass Du auch physische Schmerzen empfindest,
das ist normal, sozialer Schmerz tut weh,
und ist im Hirn an der Stelle zuhaus‘,
wo auch der physische Schmerz wohnt,
so fühlt sich einsam sein für Dich vielleicht an,
als ob Du Dir die Hand verbrennst.
(vgl. Loneliness, John T. Cacioppo)

Lange konnte ich Einsamkeit nicht spotten,
sie scheint mehr als oft unterm Radar zu laufen.
Du versteckst sie, weil Du Dich schämst,
sie nur ungern offen zugibst,
es könnt ja jemand denken, dass Du nicht liebenswert bist,
dass Du keine Freunde hast, dass Du socially akward bist.
Einsam sein hat ’n Stigma, ’n Brandmal, Stempel drauf,
dann lieber hiden, verdrängen, weg damit.

Einsamkeit ist subjektiv!
Einsamkeit „is a subjective sense of isolation“ (Cacioppo),
ein Gap, das Du wahrnimmst,
zwischen den Interaktionen, die Du hast,
und denen, die Du brauchst.
Oft geht’s dabei um Qualität, nicht Quantität,
um bedeutsame Interaktionen, nicht unbedingt um mehr.

Wie sehr Du die Einsamkeit spürst, ist individuell.
Dein persönliches Level findest Du hier (UCLA Loneliness Scale).

Welche Art von Einsamkeit Du spürst, ist subjektiv,
es lauern, so Dr. Vivek Murphy, 3 Dimensionen von ihr:
1. „Intimate loneliness“, das Fehlen von engen Beziehungen,
die mit Deiner Partnerin, Deiner Familie oder Schwester,
die, wo zu 100% Du selbst bist und dafür geliebt.
2. „Social oder relational loneliness“, das Fehlen von Freundschaften und,
3. „Collective loneliness“, das Fehlen einer Community, zu der Du Dich zugehörig fühlst.

Du kannst, eine erfüllende Partnerschaft erleben, so Murphy,
eine innige Beziehung mit Deiner Familie spüren,
und, Dich trotzdem überaus einsam fühlen,
weil es Freundschaften sind, die Dir fehlen,
oder auch die Zugehörigkeit zu ’ner Community,
im Zweifel vielleicht sogar beides.

Jede/r ist mal einsam!
Egal, wie alt Du bist oder wie viel Geld Du verdienst,
wie intelligent Du bist, ob berühmt oder nicht,
Cacioppo sagt, das ist völlig egal,
es wirkt sich nicht drauf aus, ob Du einsam bist oder nicht.
Auch ob Du viel Zeit allein verbringst oder unter Leuten,
macht Dich nicht mehr oder weniger einsam,
die Einsamkeit trifft jeden, ist menschlich und hilfreich,
ein supernützliches Warnsignal.

Sie weist Dich drauf hin, Deine soziale Verbindungen mehr zu beachten,
stammt, wie so vieles, was uns steuert, aus Urzeiten noch,
warst Du früher ausgeschlossen, hast Du nicht überlebt,
soziale Isolation galt es tunlichst zu vermeiden,
bis heute macht sie uns krank, lässt uns früher sterben,
unser System ist halt doch ziemlich schlau,
warnt uns intensiv davor, sozial isoliert, abgekapselt zu sein,
eigentlich ganz cool, wenn’s nicht oft auch so schmerzhaft wär.

Einsamkeit ist meist temporär, zieht vorbei!
Oft schaut die Einsamkeit bei Lebensübergängen vorbei.
Wenn wir die 30 ansteuern, Mitte 50 sind oder über 80,
bei Trennung, Jobwechsel oder Umzug ist sie gern am Start,
nach Schicksalsschlägen wie Krankheit oder Tod ziemlich sicher auch.
Dass sie kommt, ist auch hier mehr als menschlich,
wichtige soziale Verbindungen haben sich verändert, sind weg,
alles ist anders, viel neu, ein bisschen alien,
Beziehungen wolln ne andere Form annehmen oder enden,
egal wie’s ist, Du kannst drauf vertrauen,
einsam sein bleibt nicht, ist vergänglich,
so wie’s kommt, ist’s auch wieder weg.

Wenn Du einsam bist, ist Deine Wahrnehmung getrübt!
Wenn Du einsam bist, schaust Du durch die Brille der Einsamkeit,
in diesem Modus, leidet nicht nur Deine Genauigkeit,
auch Deine Geschwindigkeit bei komplexen Aufgaben lahmt,
Dein Urteilsvermögen ist dunkel eingefärbt,
Du siehst die Dinge negativer, als sie objektiv gesehen sind,
Du bist anderen Menschen gegenüber kritischer,
misstraust Deinen bestehenden Beziehungen mehr,
siehst vielleicht Konkurrenz, wo gar keine ist,
fühlst Dich schneller bedroht als sonst,
interpretierst die Welt durch Deinen Einsamkeitsfilter,
so erscheint sie Dir schwarzmalerisch und trüb.

Das Blöde dabei ist …
Deine Interpretationen werden zu Erwartungen,
ein Short-Cut, den Dein Gehirn produziert, um Energie zu sparen.
Du erwartest das, was Du (fälschlicherweise) interpretiert hast.
Deine Erwartungen wiederum beeinflussen Dein Verhalten,
Du ziehst Dich zurück, sagst Dinge nicht mehr frei raus,
wirst defensiv oder aggressiv,
reagierst stärker auf vermeintlich negative Interaktionen,
erlebst gleichzeitig weniger Uplift bei Positiven.
Fatal! Ein doppelter Effekt ist am Werk.

Eine Negativspirale kommt in Gang,
die die Einsamkeit über längere Zeit chronisch werden lässt,
sie macht Dich sehr krank, beeinträchtigt Deine Gesundheit stark,
ist ähnlich ungesund wie 15 Zigaretten am Tag zu rauchen,
macht Abhängigkeiten von Zucker bis Alkohol viel wahrscheinlicher,
provoziert Alzheimer und frühzeitiges Altern,
um nur einige Gefahren, die da drohen, zu nennen
geschockt bin ich vom Ausmaß, das lauert,
klar war mir das so gar nicht,
wie immens Einsamkeit auf uns einwirkt.

(> Hier steht im Übrigen all das drin: viele Studien, physiologische Prozesse, ein Rundumblick zum Thema Einsamkeit: Loneliness: Human Nature and the Need for Social Connection, John T. Cacioppo

´Damit Du die Einsamkeit früh erkennst,
und weißt, was Du machen kannst, wenn Du sie spürst,
hab ich Dir hier ein Paar Tipps zusammengefasst.

Tipps zur Einsamkeit

Wie kannst Du vorbeugen, die Einsamkeit früh erwischen?

  • Mach regelmäßig einen CHECK-IN mir Dir selbst und frag Dich:

    • Wie geht’s mir? Wie fühl ich mich?
    • Wie empfinde ich meine sozialen Beziehungen gerade?
    • Was fehlt? Nach was sehne ich mich?
    • Was vermisse ich genau? Was brauch ich mehr?
      Intimität, Freundschaft oder eher Community?
    • Oder die Verbindung, die Nähe zu mir selbst?

      Und frag Dich auch …
    • Was läuft richtig gut in meinen Beziehungen?
    • Für was bin ich dankbar? Wem will ich danken?
    • Wovon will ich mehr? Was will ich verstärken? Wo intensivieren?
  • Sei achtsam bei kritischen Lebensübergänge & Transitionen!

    Wenn Du vor einer größeren Veränderung wie einem Unternehmenswechsel, einer Trennung oder einem Umzug ins Ausland stehst, mach Dir bewusst:

    • Wie will ich die Transition angehen? Mit welcher Einstellung will ich ihr begegnen? Welche Perspektive dient mir?
    • Was hilft mir, soziale Verbindungen zu erhalten oder neu aufzubauen?
    • …wenn die Einsamkeit vorbeischaut, embrace sie, umarm sie!
      Sieh sie als temporären Freund, der Gutes will!
  • Lerne Deine Gefühle kennen!
    • Spüre, was ist die Emotion, die ich hab? Wut? Enttäuschung? Traurigkeit?
      Freude? Dankbarkeit? Leichtigkeit? Zufriedenheit? Einsamkeit?
    • Woran erkennst du sie? Wie fühlt sie sich an?

(> Wenn Du zum Thema Emotionen identifizieren tiefer einsteigen willst, check aus: Marc Brackett, Permission To Feel oder seine App „Moodmeter“ zum Erfassen und Einordnen von Emotionen)


Was hilft, wenn Du Dich einsam fühlst?

Vielleicht ahnst Du’s schon! Es ist das, was Dir am wenigsten intuitiv erscheint, wenn Du einsam bist:

If lonely, connect!
Verbind Dich mit Anderen!

  • Nimm bestehende Verbindungen wieder auf. Re-investiere!
    Ruf alte Freundinnen wieder an, geh mit Deinem Bruder spazieren, schreib Deiner Tante!
  • Kreiere neue Verbindungen. Schaffe Chancen!
    Ein Gespräch am Bahnsteig, ein Small-Talk mit der Kassiererin, ein Mittagessen mit der Kollegin.
  • Meide Situationen nicht´, wo Du denkst, Du wirst (aus Sicht der Einsamkeit) abgelehnt!
    Geh doch auf das Meetup, ruf auf jeden Fall Deinen Bekannten zurück, erschein unbedingt zum Familienfest!
  • Sei altruistisch! Tu was Gutes!
    Verschenk Deinen Parkschein weiter, kauf für die Nachbarin ein, oder starte ein Ehrenamt!
  • Gib Deiner Haltung ein Feintuning, finde eine unterstützende Intention!
    „Ich vertrau drauf, dass die anderen mit mir abhängen wollen und ich mit ihnen.“
    „Ich bin sicher, wir werden uns gut verstehen.“
    „Ich weiß, ich werd mich wohl fühlen.“

    Trau Dich … mit dieser Haltung im Gepäck und dem Herz weit offen,
    auf jemanden neuartig zuzugehen,
    ein bisschen mehr von Dir preiszugeben als üblich,
    Dich verletzlich zu zeigen, mit offenem Visier anzutreten,
    dann wird eine herzliche Beziehung beginnen,
    oder ein neues Level Deiner Freundschaft losgehen!

Was hilft noch, um weniger einsam zu sein?

If lonely, connect!
Verbind Dich mit Dir selbst!

Denn …
… wenn Du Dich nicht gut genug fühlst,
Dein Selbstwertgefühl low ist,
Du Dich schämst, versteckst und unsichtbar machst,
Du Dich und andere täuschst,
ne Rolle spielst, performst,
perfekt sein oder gefallen willst,
lässt Dich das noch viel einsamer zurück.

Dort …
… „in Shame“ ist Dein Fokus auf Dir selbst,
zu Empathie findest Du den Zugang nicht,
bedeutsame Beziehungen sind außer Reichweite, nicht in Sicht,
undienliche self-fulfilling prophecies dagegen everywhere,
unterwegs auf nem Schiff mit falschem Kurs.

Turn it around …
… your ship, you heart, your love.

Gib Dir ein bisschen mehr Liebe,
ein Quäntchen mehr Akzeptanz,
ein bisschen mehr Synch, in-Tune-sein mir Dir selbst.
Dann machst Du Dich sichtbar,
gehst all-in, versprühst Dein Oxytocin,
streckst die Hand aus, machst den Kanal auf
für Verbindung und für die Liebe,
die da draußen in Unmengen nur auf Dich wartet.

Trau Dich …
Dich sichtbar zu machen!
Trau Dich …
empfänglich zu sein,
Trau Dich …
all die Liebe aufzunehmen,
die Dir entgegen strömen wird!

„To be human is to become visible while carrying what is hidden as a gift to others“
// David Whyte

Literatur:

Kommentare sind geschlossen.

ÜBER DAS TRAUERN

Trauer ist das, was Du spürst, wenn etwas stirbt.
Es ist das, was Du empfindest, wenn Du jemanden verlierst.
Das kann ein geliebter Mensch sein, eine Beziehung oder ein Job.
Vielleicht auch eine Lebensphase, die endet.
Eine Ehe, die vorbei ist.
Die Welt, wie wir sie kannten.
Die Welt vor Covid.

Gerade erleben wir einen kollektiven Verlust.
Die Welt, wie sie war, gibt’s so nicht mehr.
Kein intuitives Umarmen, kein bedenkenloses Anfassen, nicht schnell mal nach New York.
Keine unbeschwerten Parties, keine Arenakonzerte, keine Buchmessen.
Alles im Umbruch, nicht ganz klar, wo’s hin geht.
„Wisst ihr noch, wie’s damals war?“, werden wir bald sagen.
Und dabei wehmütig zurückschaun.

Wie wir den Verlust erleben, ist sehr individuell.
Für Kids mag der schlimmste Verlust der verpasste Schulunterricht mit Freunden sein.
Für Teens und Twens ist es, ihre wilden Jahre nur eingeschränkt erleben zu dürfen.
Für die Älteren ist der schlimmste Verlust vielleicht, ihre Angehörigen nicht regelmäßig zu sehen.
Für Dich, die Du gerade ein Elternteil verloren hast, ist das Dein schlimmster Verlust.
Der schlimmste Verlust ist immer Deiner!
Soviel steht fest.

Daher lasst uns nicht bewerten, wessen Verlust schlimmer ist!
Lasst uns nicht beurteilen, wie man zu trauern hat!
Das treibt einen Keil zwischen uns,
macht es schwerer als es eh schon ist.
Du trauerst anders als ich.
Er trauert anders als sie.
Selbst um die gleiche Person oder Sache.

Was immer Du beim Trauern fühlst, ist das, was Du fühlst.
Starre. Paralyse. Schock. Schwere.
Traurigkeit. Wut. Enttäuschung.
Unverständnis. Ungerechtigkeit.
Erleichterung. Erlösung.
Schuld. Scham.
Nichts.
Alles ist erlaubt.

Sehr wahrscheinlich durchläufst Du beim Trauern diese 5 Phasen:
Leugnen. Wut. Verhandeln. Depression. Akzeptanz.
Nicht linear. Vielleicht aber doch.
Gleichzeitig. Vielleicht auch nicht.
Stell’s Dir vor wie ein Gerüst,
in dem es hin und her gehen kann.
Es ist ein Rahmen ohne Regeln,
ohne Anleitung „so geht’s“.
Nur tröstlich zu wissen, dass es allen so geht.
Du bist nicht allein, in dem was Du fühlst,
und kannst besser benennen, was mit Dir passiert.

Laut D. Kessler ist nach Akzeptanz nicht Schluss.
Kein harter Cut und weiter geht’s.
Auch wenn das Umfeld einen das vielleicht glauben lässt,
akzeptieren und abhaken funktioniert so nicht.
Du willst einen Sinn sehen in Deinem Verlust,
Bedeutung finden, sagt er.
Eine 6. Phase durchlaufen,
„Finding meaning“, schreibt er.

Um was gehts beim „Sinn finden“ im Verlust?
Nicht darum, einen Sinn im Tod zu sehen,
auch nicht um Dankbarkeit dafür. Nein.
Es geht darum, für sich selbst zu spüren,
wer kann ich sein, der ich bisher nicht sein konnte?
Was kann ich tun, was ich bisher nicht tun konnte,
als die verlorene Zeit oder Person noch hier war?
Was wird mir hier als Chance gegeben?
Wie kann mein Leben jetzt sein?
Was mach ich draus?

Es scheint drum zu gehen, den Blick zu erweitern,
peripher zu sehen, ’ne neue Perspektive zu finden.
Eine, die Dir hilft, bestmöglich weiterzuleben.
Eine, die Dir hilft dankbar zu sein.
Für das, was war.
Für das, was die Person in Dein Leben gebracht hat.
Für das, was Du in dieser Zeit erleben durftest.
Für die, die Du dadurch geworden bist.
Denn sie ist nun ein Teil von Dir.
Du gehst zwar alleine weiter, aber mit ihr in Dir.

Lange habe ich überlegt, was ich jetzt schreibe.
Was hätte mir damals beim Verlieren meiner Mutter geholfen?
Was beim Verlust? Was beim Trauern?

Was mir geholfen hätte …

Die Erkenntnis, dass meine Trauer schon bei der Diagnose begann.
Mein Leben danach war ein anderes. Das alte GONE.
Die Erkenntnis, dass das, was nach der Diagnose kam auch Trauer war.
Meine Mutter war nicht mehr meine Mutter, und ich kein Kind.
Meine Mutter war nicht mehr meine Freundin, und ich sehr einsam.
Die Erkenntnis, dass meine Wut, die Traurigkeit, meine Schwere,
die Akzeptanz meiner neuen Rolle Teil der Trauer war. Und ganz normal.
Statt anzuerkennen „So, ists!“, hab ich’s ignoriert,
und „alles unter Kontrolle!“ sagend ein Lächeln aufgesetzt,

Was mir geholfen hätte …

Wenn mehr Leute sich getraut hätten, mich zu fragen, wie’s mir geht.
Wenn mehr Menschen aus dem Alltag gesagt hätten, „lass uns ein Bier trinken gehen und erzähl mir, wie’s Dir geht, was Du im Krankenhaus erlebst und was das mit Dir macht.“
Doch aus Angst das Falsche zu sagen, haben die Meisten einfach nix gesagt.
Dabei ist es ganz einfach. Frag „Wie geht’s Dir?“ und hör einfach zu.

Was mir geholfen hätte …

Nach dem Tod nicht zu hören, jetzt wird’s langsam Zeit, die Trauer abzulegen,
weiterzumachen, die Bilder abzuhängen.
Sondern lieber, „nimm Dir Zeit, trauer so lang wie’s Du’s brauchst. Ich bin hier, wenn Du mal reden willst.“

Was mir geholfen hätten …

Mehr über den Tod zu wissen. Über das Sterben.
Was erleben Sterbende?
Was fühlen sie? Was denken sie?
Was sind ihre Bedürfnisse am Ende ihrer Lebensreise?
Und was erwartet mich als Angehörige?
Was wird passieren?
Wie kann ich unterstützen?

Aus heutiger Sicht versteh ich nicht so richtig, warum ich mich damals nicht näher damit auseinandergesetzt habe.
Aus heutiger Sicht, hätte ich sie gerne noch mehr Dinge gefragt, um ihr zu helfen, loszulassen, Abschied zu nehmen, die Dinge zu ordnen, in Ruhe zu gehen.
Die Dinge aus ihrem Leben zu verarbeiten, die noch nicht abgeschlossen sind.
Das loszuwerden, was sie noch schwer gemacht hat.
Mit ihr sich befreien, sich feiern, sich anerkennen.

Thomas Mache erzählt im Podcast „Endlich. Wir sprechen über den Tod.“ von einer schönen Idee.
Er erzählt von einer Frau, die Gespräche mit Sterbenden über ihr Leben geführt hat, diese dann aufgenommen und eine Geschichte daraus gemacht hat.
Dann hat sie den Menschen ihre Geschichte vorgelesen.
Und Ihnen damit die Anerkennung gegeben, dass ihr Leben mit all den Höhen und Tiefen, mit all den Brüchen und bedeutsamen Momenten jetzt „full circle“ ist.
Ganz, vollständig, complete. Ich kann jetzt gehen.
Wie schön. Das hätte ich aus heutiger Sicht damals gern für sie und für mich gemacht.

Was mir sehr geholfen hat …

War das Bewusstsein darüber, dass ich viele bedeutsame Momente mit meiner Mama hatte, vor der Diagnose und danach.

Wir waren in New York, in London, in Florenz.
Wir waren bei Robbie Williams und Lenny Kravitz.
Wir waren teuer essen, haben Wellness gemacht.
Wir waren ausgiebig shoppen, haben über das Schulsystem diskutiert.
Wir waren am Gardasee Rotweintrinken, und im Biergarten ums Eck Biertrinken.
Wir waren im Krankenhausbett zusammen Grazia gelesen.
Und auf der Palliativstation den Adventsliedern einer Harfenspielerin zugehört.
Ich war an ihrer Seite, bis zum letzten Atemzug.

Was bleibt sind die bedeutsamen Momente.
Und … trotz allem ein gebrochenes Herz.

In meinem Text „Hearts stay broken“ schreibe ich darüber.
https://blog.rebel-coaching.net/2020/12/07/hearts-stay-broken/

Was hat das jetzt eigentlich mit Mut zu tun?
Was am Sterben, am Trauern ist mutig?

Melanie Greenberg schreibt in einem Artikel, dass es eine Facette von Mut ist, dem Leid mit Würde zu begegnen. Schicksalsschläge wie Krankheit annehmen, das Beste daraus machen und andere in ihrem Leid begleiten.

Oder in Victor Frankls Worten:
“There is no need to be ashamed of tears, for tears bear witness that a man has the greatest of courage, the courage to suffer.” —Viktor Frankl

Literatur

Kommentare sind geschlossen.

VON PAUSE ZU PLAY

Die Zeit steht still.
Alles wartet, nix bewegt sich.

Wir warten auf die Zukunft.
Wir warten, dass es weitergeht.
Wir warten, dass das Leben wiedereröffnet.
Wir warten auf Godot.

Sind gefangen in der Warteschleife,
starren gebannt auf den Ladebalken,
der wächst und wächst, und wächst und wächst,
doch bei zwei Drittel, OH NO, gehts von vorn wieder los.

Wir stecken fest im Infinity Loop,
das Leben will einfach nicht vorwärts springen,
es verharrt im Gleichklang, träge und starr,
zieht sich wie Kaugummi, kein Ende in Sicht.

Wir fühlen wie Sandkorn um Sandkorn durch die Uhr rinnt,
und wetzen uns dabei die Seele wund,
wir fahren mit angezogener Handbremse dahin,
und verplempern, OH YES, unsere Lebenszeit.

Wir spüren, alles wird anders,
aber kein Plan wie genau.
Das Alte is weg, das Neue noch nicht da,
alles im Wandel, wohin nur mit uns?

Der Zeiger wird vorwärts springen,
kein Grund noch länger stillzustehen,
kein Grund an Dir vorbeizuleben,
das nächste Kapitel zu verschieben.

Cherish the love. Cherish the life.
There will be love. There will be life.

Warum nicht gleich loslegen,
den Zwischenraum nutzen,
und aus der Stille heraus,
Deine Story neu schreiben.

Dein Inneres nach außen kehren,
ohne Lärm und Beeinflussung,
erfassen, was du brauchst,
aufmalen, was du wirklich willst.

Loslassen, was Dich schwer macht,
einladen, nach was Du Dich sehnst,
feiern, was hinter Dir liegt,
nach vorne denken, Dich neu ausrichten.

Deinen Nordstern anpeilen,
Deine Spur legen,
Deine Intention setzen,
Dein Herz aktivieren.

Und dann …
Run, run, run, run, run, run
run, run, run, run, run, run
Let’s start a revolution!

Denn der Zeiger wird vorwärts springen,
und dann bist Du bereit,
aus Deinem Leben das Beste zu machen,
und nix links liegen zu lassen.

Von Pause zu Play.

———–

Bist Du bereit, NACH VORNE zu leben?
Mutig Deinen Zukunft zu visualisieren?
Auf PLAY zu drücken?

Dann sei dabei beim VISION BOARD ONLINE WORKSHOP im Januar 2021!

  • Du wirst sehen und spüren, was Du in den verschiedenen Bereichen Deines Lebens wirklich willst!
  • Du wirst verschiedene meditative Reflektionen und innere Reisen erleben, die es Dir ermöglichen, auf allen Ebenen wahrzunehmen, was für Dich von Herzen wichtig ist!


Oder starte direkt damit, DEIN VISION BOARD für 2021 zu erstellen!
Ich habe Dir eine Anleitung zusammengestellt, wir Du Dein Vision Board erstellen kannst!
>> Hier kannst du die komplette Anleitung inklusive Skizze herunterladen!

Auf Vision Boards visualisierst Du Deine Träume, Ziele und Visionen durch Bilder wie eine Art Collage und machst sie somit greifbarer. Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte! Bilder transportieren Gefühle, Ideen und Erlebnisse. Bilder auf Vision Boards stellen keine konkreten Ziele oder Wegbeschreibungen dar. Sie sind eher wie ein Nordstern, der Dir hilft, Deine Ziele nicht aus dem Auge zu verlieren und Deine Visionen einfacher und schneller mit Hilfe Deines Unterbewusstseins zu erreichen.

ERSTELLE DEIN VISION BOARD IN 4 SCHRITTEN!

1. LEGE DIE BEREICHE DEINES VISION BOARDS FEST!

  • Wähle bis zu 8 Lebensbereiche, die Dir wichtig sind und zeichne diese auf Deine Skizze ein! Du kannst gerne meine Skizze hier nutzen!
    • Persönliches Wachstum (Werte, Stärken, )
    • Beruf & Beitrag (Job,Karriere, gesellschaftlicher Beitrag)
    • Liebe & Partnerschaft
    • Familie & Freunde
    • Besondere Erlebnisse & Errungenschaften (z.B. Marathon)
    • Freizeit & Erholung
    • Finanzen & Geld
    • Fitness & Gesundheit
    • Spiritualität

2. BESTIMME DEN ZEITRAUM FÜR DEIN VISION BOARD!

  • Für welchen Zeitraum soll Dein Vision Board sein? 3, 5, 10 Jahre? Länger?

3. Visualisiere Dein perfektes Leben in jedem Bereich – in Bildern, Motiven oder Zitaten!

  • Geh dabei am Besten in diesen 3 Schritten pro Bereich vor:
    1. Stelle Dir vor, wie’s sein soll! Spüre es mit Deinem ganzen System: Körper, Herz, Geist, Kopf!
    2. Mache Dir Notizen oder male auf, was Du gesehen und gespürt hast!
    3. Ergänze Bilder in Deinem Vision Board! Oder auch Motive und Zitate!
      Mach’s digital auf CANVA oder ganz analag mit Papier, Kleber und ausgeschnittenen Bildern!
  • Wiederhole das für jeden Bereich!
  • Hänge Dein Vision Board prominent auf!

4. Verinnerliche Deine Träume!

  • Überarbeite Dein Vision Board immer wieder, bis es sich stimmig anfühlt!
  • Verinnerliche Deine Vision, so als ob Du’s schon erreicht hast! Beziehe Deine Träume in Deine Mediation oder Achtsamkeitsroutine ein!

Hier kannst Du Dir die komplette Anleitung für DEIN VISION BOARD inkusive SKIZZE herunterladen.

Literatur:

Kommentare sind geschlossen.

DER VERLETZTE TEIL IN DIR DARF HEILEN

“Ultra-Independence is a Trauma response”
Wham. In Your Face. Slap.
Gelesen, getroffen, ins Herz gepierced.
Der Stich sitzt tief, die Wunde klafft.

Unabhängig, stark, kommt allein klar.
Ja.
Braucht keine Hilfe, macht alles selbst.
Ja.
Trifft Entscheidungen allein. Löst Probleme mit sich.
Klar.
Steht drüber. Auch wenn’s mal nicht so läuft.
Check.

Klingt erstmal erstrebenswert, oder?
Und das hier? Das auch?

Bloß nicht sagen, wie’s wirklich ist.
Nicht mal, wenn die Mutter im Sterben liegt und die Schwester vom Lithium zittert.
Bloß in der Arbeit nix anmerken lassen,
auch wenn die Nacht auf der Notaufnahme mal wieder lang war.
Bloß nicht um Hilfe bitten,
selbst wenn ich kein Plan hab, wie’s weitergehn soll.
Bloß nicht anlehnen,
obwohl ne Schulter dringend nötig wär.
Bloß nicht einladen lassen,
ich zahl schon allein.
Stark sein. Geht schon.
Superhero all the time.

Superhero?
Viel eher Sologitarristin, Kontroll-Freak, Hyper-Achiever.
Co-abhängig von mir selbst.
Nur ich kann es fixen.
Wenn nicht, gibt’s Verachtung vom inneren Gericht.
Selbstsabotage all life long.
Einsamkeit inklusive. Energieverlust on top.
Agierend aus der Verwundung,
von einem traumatisierten Teil meiner Selbst.

Dem Teil, der viel zu früh erwachsen werden musste,
der statt zu spielen, sich um Andere sorgte,
und über Nacht das Staunen abgelegt hat.
Der Fliegen lernte ohne Flügel,
sich selbst überlassen, Potential verwelkt.
Der statt Intimität Autonomie gekriegt hat,
sich selbst am Nächsten sein, darauf ist Verlass!
Der Zeuge von Narzissmus wurde,
und ab sofort ein Raktenabwehrsystem in Betrieb nahm.
Niemals Opfer. Niemals Ich. Niemals die, die mir nah sind.
Dann lieber Ich-AG. Selbständig, unabhängig, ultra-independent.

Bis heute ist das so.
Bis vor Kurzem noch mehr.
Gesteuert vom verwundeten Kind.
Betriebssystem 1985.
35 Jahre ohne Update.
Long time no see.

Wie ist das bei Dir?
Kennst du das auch?
Was ist Deine Trauma-Reaktion? Dein ULTRA?
Ultra-Rastlosigkeit, Utra-Helfersyndrom, Ultra-Wachsamkeit?
Oder das Gegenteil?
Null-Antrieb, Null-Energie, Null-Intensität.
In Watte gehüllt. Nix kommt rein, nix geht raus. Safe.

Und aus welchem Anteil agierst Du?
Welcher „Ich-Zustand“ ist „on“?
Dein Kinder-Ich?
Das fügsame Kind? Angepasst, immer regelkonform?
Oder der trotzige Teenie? Rebellisch und quenglig?
Dein Eltern-Ich?
Der überkritische Vater? Nix is gut genug. Du schon gar nicht.
Die antreibende Mutter? Jetzt mach schon. Los.
Die Synergie aller? Deine ganze innere Family versehrt?

Und wie ist Deine Wahrnehmung dadurch?
Wie Deine Sicht auf die Welt?
Welche Ziele erscheinen Dir sinnvoll?
Wie oft ist das, was Du willst, nicht das was Du willst?
Und wie fühlt sich das an?
Welche Irritationen löst Du aus?

Und wo bist eigentlich DU?
Dein Erwachsenen-Ich?
Die, die selbstverantwortlich handelt,
im Einklang mit sich und ihren Anteilen,
auf Augenhöhe mit den Anderen,
geheilt von alten Wunden.
Die, die in Verbindung ist mit dem nährenden Eltern-Ich in ihr.
Kümmernd, unterstützend, anfeuernd.
Die, die dem verspielten Kind in sich Raum gibt.
Frei, unschuldig, volle Phantasie.
Die, die den idealistischen Jugendlichen in sich Grenzen sprengen lässt.
Mutig, voller Energie, we can do it.

Aus dieser Haltung kommend ist Erfüllung in Sicht.
Das, was Du willst, ist dann das, was Du willst.
Die, die Du bist, ist dann die, die Du sein willst.
Du und Du. Ihr seid in Tune.
Urvertrauen. Selbstakzeptanz. Selbstbestimmung.
Gesunde Eigenverantwortung statt Ultra-Unabhängigkeit.

Unsere Persönlichkeit ist multidimensional.
Manche Anteile sind kindlich, andere reif.
Manche verwundet, andere heil.
Manche unterstützend, andere limitierend.
Jeder Teil verfolgt seine eigene Agenda.
Um frei zu sein, unabhängig ohne ultra,
um erfüllt zu sein, zufrieden ohne Rausch,
brauchst Du Klarheit über die Teile in Dir,
das Bewusstsein, welche am Steuer sind
und welche Teile Heilung brauchen.

1. Identifiziere Deinen Ich-Zustand!

  • Aus welchem Ich-Zustand heraus führst Du Dein Leben? Eltern-Ich, Kinder-Ich oder Erwachsenen-Ich?
  • In welcher Ausprägung? Kritisches Eltern-Ich, fügsames Kinder-Ich oder rebellisches?
  • Welche typischen Gefühle und Verhaltensweisen bringt das mit sich?
  • Wie beeinträchtigt das Deine Wahrnehmung? Wie Dein Leben?

vgl. Ich-Zustandsanalyse; Puls-Podcast Ich-Zustandsanalyse

2. Identifiziere Deine verwundeten Teile

  • Was davon ist Deine „Trauma-Response“? Schuldgefühle, Aggression, Taubheit, Ultra-Rastlosigkeit oder Null-Antrieb?
  • Welcher verwundete Teil in Dir braucht Heilung?

vgl. Trauma-Responses

3. Erlaube den verwundeten Teilen in Dir zu heilen!

  • Verbringe Zeit mit dem verwundeten Teil in Dir!
    • Jeden Tag ein paar Minuten, vielleicht während Deiner Meditation oder Achtsamkeitsroutine, ein paar Wochen lang!
    • Leg ein Kinderfoto von Dir neben Dich, wenn Du magst.
    • Achte darauf, was für Bilder sich zeigen und welche Gefühle?
    • Was sagt der versehrte Teil in Dir? Was braucht er?
    • Schließe ihn in Dein Herz! Hör ihm zu und spende ihm Trost!
    • Bitte um Heilung!
  • Lass die Vergangenheit los! Lass sie wegdriften, ohne sie abzustoßen!

vgl. Das Kind in Dir muss Heimat finden

4. Lerne Deine anderen Teile besser kennen!

  • Oder lass das freie, verspielte Kind raus! Mit Malen, Bauen, Forschen oder Träumen zum Beispiel! Für mehr Lebendigkeit in Deinem Leben!

Literatur:

Kommentare sind geschlossen.

ALS ALLES MÖGLICH WAR

Weißt Du noch …
… damals,

als alles möglich war.
Alles vorstellbar. Nichts ging nicht.
Klar werd ich später mal Schriftstellerin.
Definitiv werd ich Künstler.
Ganz sicher erforsche ich neue Therapien.
Auf jeden Fall verändere ich die Welt,
mache sie zu einem besseren Ort,
trete eine Bewegung los,
mache einen Unterschied.
Energie unendlich. Träume groß. Idealismus pur.

Weißt Du noch …

… damals,
als wir es wissen wollten.
Wie weit kann ich gehen?
Wie schnell kann ich fahren?
Wie hoch kann ich springen?
Wie gut kann ich skaten?
Was passiert, wenn ich das mache?
Und was, wenn ich jenes tu?
Grenzen testen, ausdehnen, sprengen.
Hinfallen. Wieder aufstehen. Über sich hinauswachsen.
Risiko eingegangen. Raum verschafft. Identität geformt.

Weißt Du noch …

… damals,
als wir gefeiert haben, als ob’s kein Morgen gäbe.
Klar trink ich noch ein Bier.
Natürlich bleib ich noch.
Bin ich halt müde morgen.
Den Track will ich noch hören.
Treibende Musik, intensive Gespräche, neue Freunde.
Lachen, tanzen, springen, schweben.
Intensität aufdrehen, alle Sinne aktivieren.
Mitten drin. Voll dabei. In Verbindung.
Unbeschwertheit maximal. Leichtigkeit grenzenlos. Lebendigkeit 100%.

Weißt du noch …

… damals,
als wir neugierig auf die Welt waren.
Wie ist es in Australien, in Indien oder auf Bali?
Was ist Philosophie, was Religion?
Wer war Homer, wer James Joyce?
Was ist klassische Musik, was Jazz?
Wie funktioniert Französisch, warum überhaupt Latein?
Welche Partei sagt was? Und wem glaub ich?
Was ist früher passiert und warum?
Allem auf den Grund gehen, alles aufsaugen, voll eintauchen.
Wissensdurst unstillbar. Fragen ohne Ende. Input unentbehrlich.

Hast Du Dich nicht auch schon mal gefragt,
warum das alles viel zu schnell vorbei ging?
Warum, wir schnell versucht haben „reinzupassen“,
den Standards zu entsprechen,
Erwartungen gerecht zu werden?

Warum gut auf einmal gut genug war?
Die großen Träume nicht mehr so wichtig, der Idealismus passé?
Warum auf einmal nicht mehr alles möglich erschien,
weniger Fragen da waren,
der Ernst die Leichtigkeit rausgekickt
und unser Pflichtbewusstsein die Unbeschwertheit verdrängt hat?
Sich die sichere Seite auf einmal attraktiver gezeigt hat als die unbekannte,
und das Funktionieren angenehmer war als intensiv zu leben?

Willst Du sie wieder, die jugendliche Seite in Dir?
Die Idealistin, den Unbeschwerten, die Neugierige in Dir?
Den Grenzensprenger, die Rebellin, den Punk?
Hol sie raus. Auf die Bühne. Ins Rampenlicht.
Lass Dich Deine Träume wieder entdecken.
Lass Dich den Glauben daran wiederfinden, dass alles möglich ist.

Verlier keine Zeit!
Komm zum REBEL COACH CAMP REMOTE und fang an, den Unterschied zu machen, den Du schon lang machen willst!

Oder starte direkt, Deine jungendliche Seite zu aktivieren und mehr zu leben!
Reanimiere den Teil in Dir, der lebenshungrig und idealistisch ist!

3 Schritte, um den REBEL in Dir hervorzuholen!

1. Identifiziere: Welcher TEEN oder TWEN warst Du? Welcher REBEL TYP?

  • NINJA WARRIOR – mutig, furchtlos, bereit, an vorderster „Front“ zu kämpfen
  • PUNK – non-konform, Anarchist, rotzig
  • BAD GIRL – Lederjacke, Rule-Breaker, Jessica Jones-like
  • AKTIVIST – für eine Sache brennend, Demonstrant, Parolen auf dem T-Shirt
  • OUTSIDER – am Rande, Nerd, auf der Gegenfahrbahn unterwegs
  • STREET ARTIST – Freigeist, Querdenkerin, Sprühdose in der Hand
  • INDIE ROCKERIN – intellektuell, dissonant, Atomic Café-Fan

2. Erinner Dich daran, was Du mal wolltest!

  • Was war Dir früher wichtig?
  • Was wolltest Du bewegen? Was bewirken?
  • Welche Grenzen überschreiten?
  • Wer wollest Du sein? Wer werden?

3. Leb’s! Sei ein REBEL! Sei Idealist, Aktivistin, Schriftsteller, Weltverbessrin …

Zumindest mal 1 Woche 😉 Und sag’s am Besten jemandem, damit Du’s eher machst.

Inspiriert von:

  • „The Adult’s Agenda“, Lucid Living; wir haben verschiedene Persönlichkeitsanteile in uns, einen kindlichen, einen jugendlichen und einen erwachsenen Anteil.
  • https://www.archetypes.com/rebel/
Kommentare sind geschlossen.

REBEL COACHING NEWSLETTER

Mit mutigen Impulsen und Hinweisen zu meinen Veranstaltungen.