Zum Inhalt springen →

WE CAN BE REBELS Beiträge

STELL DICH … DEINEN INNEREN STIMMEN

Was würdest Du gerne tun oder sein … und hast es Dich bisher nicht getraut?
Wo willst Du mutiger sein?
Was ist Deine Challenge?

Vielleicht willst Du ja endlich den Job kündigen und eine andere Richtung einschlagen.
Deinem Herzen folgen. Dich selbständig machen. Künstler oder Coach sein.

Vielleicht willst Du vor vielen Leuten über das sprechen, was Dich bewegt.
Deine Meinung vertreten. Nein sagen. Grenzen ziehen.

Vielleicht willst Du groß denken und mehr bewegen als gerade.
Dein Business erweitern. Role Model sein. Pionier sein. Ein Buch schreiben.
Auf jeden Fall einen Unterschied machen.

Vielleicht willst Du 100 % authentisch und sichtbar sein.
Masken ablegen. Leader sein mit all Deinen Ecken und Kanten. Und Dich dabei wohl fühlen.

Aber …
… jedes Mal, wenn Du daran denkst, wirst Du unruhig.
Unentspannt. Verkrampft.
Denkst schnell an was anderes.
Vermeidest Situationen, Menschen, Kommentare, die Dich daran erinnern.
Und machst weiter wie gehabt.
Änderst nix.
Verschiebst Deinen Traum.

Das ist normal!
Warum ist das so?

Alle größeren Veränderungen, die wir angehen wollen, lösen eine Art innere Konversation in unserem Kopf aus. Wir hören unsere Gedanken als Stimmen:

„Du hast eine Vision. Trau Dich!“ (Die mutige Stimme)

„Wie willst Du das finanziell überleben?“ (Der Panikmacher)

„Was ist, wenn Du scheiterst? Du setzt Dein Image aufs Spiel!“ (Der Imagebewahrer)

„Du bist kreativ! Bisher hattest Du immer einen Plan B!“ (Die Kreative)

„Probier’s einfach aus!“ (Die Spontane)

„Du hast bisher alles geschafft, was Du Dir vorgenommen hast. Du wirst auch das schaffen!“ (Die Weise)

„Du bist nicht gut genug dafür.“ (Der Richter)

„Mach das doch später. Jetzt ist nicht die richtige Zeit.“ (Der Vermeider)

„Das ist alles viel zu kompliziert. Das brauchst Du gar nicht erst anfangen.“ (Das Opfer)

Manche Stimmen sind unterstützend, treiben uns an. Der mutige, weise oder kreative Anteil in uns zum Beispiel.
Andere limitieren uns, halten uns zurück. Unsere Ängste, inneren Kritiker, Glaubenssätze.

Alle diese Stimmen zusammen sind Dein „INSIDE TEAM“ – die Sammlung Deiner Gedanken, Gefühle und Persönlichkeitsanteile zu dem Thema, wo Du eine Veränderung willst. (vgl. Cynthia Darst, Meet Your Inside Team) Jede Stimme teilt Dir ihre Sicht auf das Thema mit. Ob Du’s hören willst oder nicht 😉

Wenn die Stimmen in Harmonie sind, nimmst Du sie oft gar nicht wahr.
Wenn sie nicht „in Sync“ sind, wenn sie miteinander ringen, nimmst Du sie als innere Unruhe wahr. Manchmal sogar als inneren Konflikt.

Und dann?
Vermeidest Du das, was die Konversation auslöst.
Bleibst bei dem, was Du kennst.
Änderst nix.
Gibst neue Ideen auf, weil sie sich nicht sicher anfühlen.
Bist nicht mutig.
Gehst Deine Veränderung nicht an.

Das muss nicht so sein!
Du kannst Dir Dein INSIDE TEAM bewusst machen!
Du kannst Dir klar machen, welche Stimmen am Werk sind!
Du kannst identifizieren, welche Persönlichkeitsanteile Dich unterstützen und welche Dich limitieren!
Und sobald Du bewusst hast, was passiert, kannst Du darauf Einfluss nehmen.
Du entscheidest, auf welche Stimme Du hörst.
Du entscheidest, wie das Spiel gespielt wird!

Wie geht das?

Komm zum REBEL COACH CAMP und identifiziere mit meiner Hilfe und dem Support Deiner Peer Group Dein ganz persönliches INSIDE TEAM, das sich zeigt, wenn Du Deine Challenge angehen willst.
Lerne wie Dein INSIDE TEAM funktioniert und wie Du es verändern kannst.
Damit Du Deine Challenge meisterst.
Mutig Dein Buch schreibst. Mutig Dein Business gründest. Mutig den Job wechselst.
Oder was Du Du Dich sonst trauen willst.

Oder probier’s selbst aus! Identifiziere Dein INSIDE TEAM in diesen 5 Schritten (vgl. Cynthia Darst, Meet Your Inside Team):

1. Mach Dir Deine innere Konversation präsent!

Als erstes ist es wichtig, dass Du Deine innere Konversation zu Deinem Veränderungsthema, zu Deiner Challenge wahrnimmst. Such Dir dazu am besten eine Partnerin für diese Übung!

  • Erzähle Deiner Partnerin ein paar Minuten lang alles zu Deiner Challenge, was Dir dazu einfällt.
  • Deine Partnerin soll während des Zuhörens darauf achten, welche unterschiedlichen Stimmen und Sichtweisen sie auf das Thema hört.
  • Als nächstes gibt Dir Deine Partnerin Feedback, welche Stimmen sie gehört hat.
  • Mach Dir Notizen dazu!

2. Identifiziere Deine Stimmen!

  • Mache eine Collage mit allen Stimmen, die Du hörst!
  • Verwende pro Stimme ein Postit und ergänze das, was die Stimme sagt (z.B. „Trau Dich!“) und die Qualität, die sie bringt (z.B. „die Mutige“).

3. Erkenne die lauteste Stimme!

  • Identifiziere, welche Stimme am lautesten ist!
  • Mache aus ihr einen Bühnendarsteller:
    • Was sagt die Stimme? In welchem Ton?
    • Wie sieht sie aus? Outfit? Körperhaltung?
    • Was macht sie aus? Qualitäten?
    • Welche Wirkung hat sie auf Dich?
    • Was will will sie für Dich? Wovor beschützt sie Dich?

4. Mach Dir die Team-Dynamik bewusst!

  • Spiele die Konversation nochmal ab. Lass die Stimmen (Postits) wie bei einem Theaterstück nacheinander auf die Bühne kommen.
  • Und schau Dir dabei die Dynamik an. So wie ein Regisseur sein Stück. Oder Jürgen Klopp seine Fußballtaktik.
  • Frag Dich:
    • Wie wird das Spiel gespielt?
    • Wer kommt zuerst auf die „Bühne“? Wer dann?
    • Wer verbündet sich? Wer ist gar nicht zu hören?
    • Wer setzt dich durch?

5. Ergänze das „ICH“!

Das was Du bisher identifiziert hast sind „NUR“ Stimmen, nur Anteile von Dir.
Das, was noch fehlt ist das „ICH“.
DU als das „ICH“ bist viel mehr als die einzelnen Stimmen.
Du bist die, die die Stimmen erkennt und entscheidet auf welche sie hört!
Du bist die, die neue Vereinbarungen treffen und die Dynamik neu designen kann.

Also …

  • Schreib „ICH“ auf ein Postit und ergänze es in Deinem INSIDE TEAM!
  • Reflektiere:
    • Was fällt Dir auf?
    • Was wird Dir klar?
    • Was lernst Du?

Du kennst jetzt DEIN INSIDE TEAM.
Du weißt jetzt, wie das Spiel gespielt wird.
Cool Stuff oder?
Was ist jetzt anders? Was ist neu?
Was ist jetzt, wo Du Dein INSIDE TEAM kennst, möglich für Dich?

Und …
Willst Du es so spielen?
Oder lieber anders?
Du kannst es verändern.
Die unterstützenden Persönlichkeitsanteile stärken.
Die Dynamik anpassen.

Wie wär das?
Komm zum REBEL COACH CAMP und lerne, wie Du das Spiel nach Deinen Regeln spielst!

Meld Dich an und stell Dir die Weichen für DEINE MUTIGE VERÄNDERUNG.

Literatur:

Kommentare sind geschlossen.

LEBE LAUT!

Wo sind die Punks, die Raver, die Metaler?
Haare abrasiert, grün gefärbt, Dreads reingedreht.
Sepultura Aufnäher auf der Jeansjacke,
Anarchie-Zeichen am Rucksack,
weinrote Doc Martins am Fuß.
Und gestern noch die große Liebe an die Friedhofsmauer getagged.

Wo sind die Guerilla Artists, die Ziggy Zardusts, die Originale?
Die Basquiats, Kurt Cobains, Thom Yorkes?
Wo sind die ganz großen Gefühle?
Weltschmerz, Weltwut, Weltekstase?
Wo die großen Hymnen? Die Breakbeats? Der Bass?

Alles FLAT. Alles EINS. Same SAME.
Konform. Norm. WORN.
Keine Risse, keine Makel.
Keine Ecken, keine Kanten.
Cancel Culture statt Stellung beziehen.
Leben ohne Puls statt Leben am Anschlag.

Echt jetzt?
LEISE leben?
Unauffällig leben?
Im Viervierteiltakt verweilen?
Angepasst mitmachen?
Brav sein?

Was wäre, wenn Du …
LAUT lebst!
Auffällig lebst!
Breakbeats zulässt!
Unangepasst bist!
Rebel bist?

Anders denkst. Frei denkst.
Deine Spur legst.
Deine Umgebung eroberst wie ein Street Artist.
Sie verschönerst, herausforderst oder re-animierst.
Aktiv in ihr partizipierst, statt nur zu Besuch bist.
Deine DNA pflanzt.
Deine Seele verteilst.
Deinen Herzschlag einbringst.
Dich mit der Welt verbindest,
und sie bis ins Mark spürst.

Hast Du den Mut …
LAUT zu leben?
KANTE zu zeigen?
Mehr PULSSCHLAG zuzulassen?

Und was heißt das für Dich?

Vielleicht helfen Dir ja diese Tipps beim LAUTER LEBEN!

Zeig Deine Ecken & Kanten!

  • Was sind Deine Ecken, Deine Kanten? Deine Risse? Das, was DICH ausmacht?
  • Welche Musik lässt Dein Herz höher schlagen? Welcher Beat treibt Dich nach vorne?
  • Welches Kleidungsstück spiegelt Deine Lebenseinstellung wieder? Welches Label Deine Attitude?
  • Welcher Rebel inspiriert Dich? Was macht sie aus?

Was lebst Du davon? Was fehlt? Nach was sehnst Du Dich?

Shout it out! LOUD!

Erstelle eine Challenge Liste!

  • Schreib alle Dinge auf, die Du schon immer tun oder sein wolltest und Du Dich bisher nicht getraut hast. Oder alle Ecken & Kanten, die Du noch viel lauter leben willst.
  • Was sind die Top 3 Challenges die Du angehen willst, um lauter zu leben? Für mehr Pulsschlag in Deinem Leben?

Komm zum REBEL COACH CAMP und stell Dich der aktuell größten Challenge!

  • Nimm zusammen mit anderen REBELS Deine größte Challenge in Angriff!
  • Im Camp findest Du raus, was Du willst, welche Persönlichkeitsanteile Dich bisher davon abgehalten haben und welche Dir helfen, nach vorne zu leben!
  • Du gehst den 1. Schritt in Deine Veränderung und wirst ein REBEL!
  • Meld Dich gleich an beim nächsten REBEL COACH CAMP!

Booste Deinen Mut mit einer Hymne!

  • Such Dir einen Song, der Dir Mut gibt, wenn Du ihn hörst. Der Dir Dich positiv stimmt und pusht, so wie der Einlaufsong bei den Boxern.
    Oder mach Dir gleich ne ganze Playlist …
  • Hier ist meine REBEL PLAYLIST, die lief als ich mir 2017 das REBEL COACH CAMP ausgedacht habe!
  • Hör das immer, wenn Du Mut brauchst, Dich Deiner Challenge zu stellen! Lass den Beat Dich zum CAMP treiben 😉

Literatur

Kommentare sind geschlossen.

MUT ZUR STILLE

Ich habe Respekt vor dem Nichtstun.
Vor dem Stehenbleiben. Dem Anhalten.
Und der Stille, die dann einkehrt.
Wenn die Reizüberflutung versiegt,
der Dopaminrausch nachlässt
und die radikale Selbstbegegnung anfängt.

Denn dann bin ich mit mir allein.
In meinem „Weltinnenraum“.
Mit meinen Gedanken, Gefühlen, Saboteuren, Ideen.
Muss mich selbst aushalten.

Gleichzeitig freue ich mich darauf, runterzufahren.
Pause zu machen. Urlaub zu haben.
Nichts zu müssen, nur zu sein.
Brach zu liegen wie ein ungenutztes Feld.
Meinem Kopf Raum zu geben.
Mein „Default Mode Network“ aktiv werden zu lassen.

Denn das „Default Mode Network“ ruht im To Do Listen Modus.
Es wacht nur dann auf, wenn Du nichts tust, döst, tragträumst.
Es verknüpft Empfindungen, Erinnerungen und Eindrücke zu neuen Ideen.
Es bahnt sich neue Wege, verbindet Synapsen.
Du fängst unbewusst an, Dir Fragen zu stellen,
denkst über Vergangenes nach,
reflektierst schwierige Situationen oder
stellst Dir die Zukunft vor.
(vgl. Birigt Schönberger, Nichtstun, Psychologie Heute )

Für mehr Raum, Freiheit, Ruhe.
Für mehr Einklang mit Dir selbst.
Für die Rückkehr zur inneren Stille.
Da wo die Kraft liegt. Die Kreativität. Die Essenz.

Ich bin dankbar, dass ich weiß, wie sich das anfühlt.
Meine Challenge ist, immer wieder dahin zurückzukehren.
Nicht ständig im Doing zu sein.
Nicht ständig mehr, besser, höher, weiter wollen.
Nicht auf die nächste Ablenkung reinfallen.

Sondern Slow Down. Pause. Stille.
Immer wieder. Und auch mal länger.
Und alles auftauchen lassen, was Unterwasser war.
Entstehen lassen, was aus der Quelle entspringt.
„First Principles“ gebären.

Das ist meine Challenge für die nächsten Wochen.
Machst Du mit?
Hast Du Mut zur Stille?

Vielleicht helfen Dir ja diese „Permission Cards“, um die Raserei in Deinem Leben zu verlangsamen und Dir selbst die Erlaubnis zu geben, die Stille zuzulassen und Dich wiederaufzuladen. (vgl. Keri Smith, Living Out Loud)

„Permission Cards“ – so geht’s:

  1. Schreib auf einzelne Postids, was Du Dir erlaubst für mehr Stille in Deinem Leben! Auf Deinen Permission Cards kann zum Beispiel stehen „dösen“, „tagträumen“, „smile“ oder „play“!
  2. Leg all Deine „Permission Cards“ in eine Schale!
  3. Zieh jeden Tag eine „Permission Card“ und sag laut „Ich gebe mir die Erlaubnis zu … (z.B. dösen)!“
  4. Dann mach’s! Oder besser sei’s! Für mindestens 1 Tag!

Dieser Artikel ist für meine Tante & Tagesmutter Maria Kraus, dank der ich weiß, wie sich Stille anfühlt.
Auf die Frage „Tante, was haben wir früher gemacht als ich als Kleinkind bei Dir war?“ sagte meine Tante „Nicht viel. Wir waren im Sommer draußen im Garten, haben zusammen Blumen gegossen und Schnecken gesucht. Und im Winter waren wir drinnen und haben gemalt. Zwischendurch waren wir mal einkaufen. Aber viel haben wir nie gemacht.“
Ich bin mehr als dankbar dafür!

Literatur

Kommentare sind geschlossen.

BREAK FREE!

Wer bist Du?
Was ist Dir wichtig?
An was glaubst Du?
Wie lebst Du?
Was treibst Du?

Und …
Was davon hast Du Dir bewusst ausgesucht?
Was hast Du eher unbewusst übernommen?
Welche Werte hast Du Dir angezogen?
Welchen Vereinbarungen ohne Nachdenken zugestimmt?

Und …
Wie geht‘s Dir damit?

Passt soweit. Läuft?
Oder eher …
Fremdbestimmt?
Lost?
Under Pressure?
Doo buh dum ba beh beh
Pressure pushing down on me
Pressing down on you
… Let me out!

Kein Wunder!
Als Kinder sind wir unbeschriebene Blätter.
Rein. Pur. Frei. Ohne Voreinstellungen.
Heil. Ganz. Voller Ressourcen. Kreativ.

Doch mit der Zeit übernehmen wir die Einstellungen, Meinungen, Werte und Verhaltensweisen unserer Eltern, Geschwister, Lehrer und anderer Vorbilder.
Wir übernehmen unbewusst, was uns vorgelebt wird.

Warum?
Wir werden mit Aufmerksamkeit belohnt, wenn wir das tun, was unsere Eltern und die Gesellschaft gut finden. Und mit Liebesentzug bestraft, wenn wir anders sind. Don Miguel Ruiz nennt das „Domestizierung“. Und meint, es sei ein bisschen wie bei Katzen und Hunden, die man „häuslich“ macht. (vgl. Don Miguel Ruiz, The Four Agreements)

Und dann?
Machen wir Dinge, um zu gefallen. PLEASE.
Wir halten Wesenszüge, die anecken oder intensive Gefühle lieber zurück. Sonst droht SHAME.
Wir vermeiden Fehler. Sonst droht BLAME.
Aus Angst abgelehnt zu werden, geben wir vor jemand zu sein, der wir nicht sind.
Wir verlieren uns. LOST.
REMOTE-CONTROLLED. ENERGY-DEPLETED. AUTO-DOMESTICATED.

Als Kinder hatten wir nicht die Wahl, uns frei zu entscheiden, an was wir glauben.
Doch heute hast Du die Wahl!

Du entscheidest …
… Wer Du bist
… Was Dir wichtig ist.
… An was Du glaubst
… Wie Du lebst.
… Was Du treibst.

Das zu tun, kostet Mut.
Denn dazu musst Du Dein eigenes Glaubenssystem challengen.
Herausfinden, was Du willst und was nicht (mehr).
Alte Vereinbarungen brechen.
Neue Vereinbarungen treffen.

Wie kann das gehen?
Don Miguel schlägt vor, die folgenden 4 Vereinbarungen mit Dir selbst zu „adoptieren“. Sie geben Dir genug Schlagkraft, um Dein ganzes Glaubenssystem zu reformieren, so Don Miguel. Für Deine Freiheit.
(vgl. Don Miguel Ruiz, The Four Agreements)

4 Vereinbarungen für Deine Freiheit:

„Be Impeccable with Your Word“ / „Sei tadellos mit Deinem Wort“

Was ist damit gemeint?
Mit Worten kannst Du großen Schaden verursachen. Bei Dir selbst und bei Anderen. Manchmal genügt nur ein Satz „Du siehst dick aus in dem Kleid“ oder „Du bist ungeschickt!“ und der Satz prägt Dich oder Dein Gegenüber ein Leben lang. Du glaubst ab sofort, Du bist dick oder ungeschickt. Und richtest Dein Leben danach aus. Du ziehst zum Beispiel deshalb keine Kleider mehr an oder bist ständig auf Diät. Oder Du traust Dir nicht zu, später mal Handwerker zu werden.

Überleg Dir ganz genau, was Du zu Dir selbst und Anderen sagst!
Laut Miguel wächst in unserem Gehirn, das was wir sähen. Mit Sätzen wie „Ich bin nicht schön“ und „Du solltest das Malen lieber lassen“ oder mit Geläster über Andere vergiftest Du Dein Gehirn. Du pflanzt einen Computervirus, der sich rasend schnell verbreitet und alles Kreative kaputt macht. (vgl. Don Miguel Ruiz, The Four Agreements)

Nutze Dein Wort lieber, um Anerkennung, Ermutigung oder Zuversicht in die Welt zu bringen!

Drücke aus, was Du am Wesen des Anderen und an Dir selbst schätzt.
Sag: „Du bist …. herzlich, mutig, voller Integrität!“ oder „Ich schätze an Dir/mir … Deine/meine Ehrlichkeit, Verlässlichkeit oder Kreativität.“ (Acknowledgment)

Stärke Anderen den Rücken, vor allem wenn’s für sie mal nicht so läuft.
Sag „Du schaffst das!“ oder „Ich glaub an Dich!“ (Championing)

Bringe Zuversicht und Mut in die Welt.
Oder das, was DIR wichtig ist. Kreativität, Harmonie oder vielleicht Spaß.

„Don’t take Anything Personally“ / „Nimm nichts persönlich“

Wenn Dich jemand beleidigt oder anlügt, nimm’s nicht persönlich!
Wenn Dich jemand überschwänglich lobt, nimm’s nicht persönlich

Wieso?
Es hat in der Regel nix mit Dir zu tun, sondern nur mit der anderen Person.
Wir selbst spielen in unserem Kopf ständig die Hauptrolle.

Wenn jemand zu Dir sagt „Sei vorsichtig, geh kein Risiko ein“, nimm’s nicht persönlich! Es hat nix mit Dir und Deinem Mut zu tun, sondern damit, dass die andere Person ängstlich ist und sich vor dem Risiko scheut, dass Du ohne Weiteres verträgst.

Wenn jemand zu Dir sagt „Du bist nicht stark genug dafür“, nimm’s nicht persönlich! Wenn Du das persönlich nimmst, hast Du gerade einen Glaubenssatz von jemand anders übernommen.

Nimm’s nicht persönlich, wenn Du als Mentor oder Jobbewerber abgelehnt wirst.
Du hast einfach nur nicht die Qualitäten, die Dein Gegenüber gerade gesucht.

Nimm‘s nicht persönlich, wenn Dir jemand sagt, Du bist die beste Lehrerin oder der beste Saxophonist, den sie je gesehen hat. Du bist bestimmt super!
Und … mach Deinen Selbstwert oder Deine Motivation nicht vom Lob anderer abhängig.

„Don’t make Assumptions“ / „Triff keine Annahmen“

Wie oft interpretierst Du, was Deine Kollegin wohl meint.
Oder Du triffst Annahmen, wie das nächste Treffen mit Freunden laufen wird. Hast Erwartungen.
Vielleicht gehst Du auch davon aus, dass Dein neuer Partner die gleiche Vorstellung vom Leben, der Ehe und dem Kinderkriegen hat wie Du.

Und dann stellt sich irgendwann raus, dass alles ganz anders ist, als Du dachtest.
Anstatt zu fragen, triffst Du Annahmen.
Denn es erfordert großen Mut, andere zu fragen, was sie denken oder fühlen und was ihnen wichtig ist.
Es bedeutet zuzugeben, dass Du manches nicht verstehst oder weißt.
Es bringt Auseinandersetzungen mit sich, die unbequem sind.
Du findest vielleicht heraus, dass Ihr unterschiedliche Vorstellungen habt.
Und musst eventuell damit leben, dass Ihr Euch uneinig seid.

Und … es lohnt sich, zu fragen statt anzunehmen.
Denn in jedem Fall weißt Du so, woran Du bist.
Du hast klare Verhältnisse.
Du erreichst in Beziehungen eine tiefere Ebene.
Du bist TRUE.

„Always Do Your Best“ / „Gib immer Dein Bestes“

„Ich geb ständig mein bestes …“ (Clueso)

Das Beste geben. Bei allen Dingen im Leben. Unter allen Umständen.
In der Arbeit, gegenüber Freunden, an der Kasse oder im Fitnessstudio.
Aus allen Situationen das Beste machen.
Dein Bestes Selbst sein und leben. Das machen, was Dich lebendig und sinnerfüllt sein lässt.

Denn dann … bist Du mittendrin im Leben. ALIVE. ON PURPOSE.
Dann geht’s nicht nur um Ziele, die Du erreichen willst, Belohnungen und Errungenschaften.
Es geht um den Weg, den Prozess, jeden Tag, jeden Moment. NOW.

Und wenn mal was nicht so gelingt, wenn’s mal nicht so läuft …
… dann weißt Du, Du hast Dein Bestes gegeben.
Und das reicht. Das ist gut genug.

Wie klingt das für Dich?
Welche Vereinbarungen willst Du „adoptieren“?
Welche brechen?
Welche neu schreiben?

Vielleicht hilft Dir ja dieser kreative Prozess, um klarer zu sehen, auszubrechen und Deine eigenen Regeln zu schreiben! (vgl. Leah Guzman, Essential Art Therapy Exercises)

Break Free – in 5 Schritten:

1. Suche ein Foto von Dir raus, ein Porträt von Dir oder ein Selfie.

2. Schau es Dir an! Was siehst Du? Wer bist Du?

3. Verändere das Foto so, wie Du sein willst!

  • Druck es aus, klebe es auf Papier auf und verändere es mit Farben oder Materialien!
  • Oder pass es digital an, z.B. mit Canva!
  • Addiere Text, Farben, Texturen …
  • Ergänze Werte, Stärken, innere Ressourcen …

4. Betrachte es! Was siehst Du jetzt? Wer bist Du jetzt? Was ist anders?

5. Nimm ein weißes Blatt Papier und schreib mindestens 3 Vereinbarungen auf, die Du mit Dir selbst triffst!

  • An was willst du Dich ab sofort halten? Was sind Deine neuen Regeln?

Literatur

Kommentare sind geschlossen.

LOSLASSEN

Widerstände loslassen.
Wünsche loslassen.

Das hat mein Yoga-Lehrer Albert vor vielen Jahren mal gesagt.

Und, dass frei sein genau das ist!
Widerstände loslassen.
Wünsche loslassen.

Was heißt das eigentlich, loslassen?
Und was genau lass ich los?
Was ist mutig daran?
Was hilft dabei?

Loslassen ist ein Prozess.
Ein Ereignis, eine Erkenntnis („Aha!“) oder vielleicht auch ein Gefühl bringt Dich dazu, etwas loszulassen.
Dann lässt Du es los … zum Beispiel eine Beziehung, einen geliebten Menschen oder einen Glaubenssatz.
Und erlebst dann den Zwischenraum zwischen loslassen und losgelassen.
Mal ist der kurz, mal lang. Mal erlebst Du ihn bewusst, mal unbewusst. Fast immer fühlt es sich ein bisschen wie „Free Falling“ an.
Und danach? Danach bist Du eine Andere als vorher.
Der Loslassprozess ist ein Transformationsprozess.

Aktuell lasse ich die Coaching Beziehung mit meinem Coach los.
Es ist das erste Mal, dass ich eine Beziehung bewusst loslasse und den Raum zwischen dem Gefühl „unsere Zeit geht zu Ende“ über die Entscheidung „ja, ich lasse los“ bis hin zu unserer Abschluss-Session „ich bin complete & schließe ab“ bewusst erlebe und wahrnehme. Ich bin quasi mittendrin im „Completion“-Prozess. Im Loslassen.
Und es ist intensiv, traurig, voller Liebe, tief verbunden, unteilbar, intim.
Gar nicht so leicht da 100 % reinzugehen und drin zu bleiben.
Es kostet mich Überwindung. Und Mut.
Und gleichzeitig bin ich mich maximal lebendig dabei, erfüllt und frei.

Schwieriger loszulassen ist es, wenn etwas im Außen geschieht, dass Dich zum Loslassen zwingt. Der Tod eines geliebten Menschen, Covid, der Jobverlust oder eine plötzliche Krankheit. Dann ist schon allein die Entscheidung loszulassen eine Challenge.

Schnell kommen Gedanken wie
„Das ist nicht fair! Warum passiert mir das?“ (Bedürftigkeit)
„Das kann gar nicht sein!“ (Verleugnung)
„Lass mich in Ruhe. Ich will das nicht!“ (Widerstand)
„Ich muss stark sein und funktionieren“ (Kontrolle)
„Das ist zu viel. Ich ertrage das nicht“ (Ohnmacht) oder
„Ich bin schuld, ich hätte mich mehr kümmern müssen …“ (Schuld, Scham).

Wenn Du diesen Gedanken Aufmerksamkeit schenkst und sie dann auch noch glaubst, ist das so, als ob Du den Gedanken wie einem Lockruf in Räume folgst: in den Raum der Schuld, den Raum der Bedürftigkeit oder den Raum der Ohnmacht. (vgl. Georg Lolos, Du bist nicht, was Du denkst)

Wenn Du zum Beispiel glaubst, dass Du einen Schicksalsschlag nicht erträgst, betrittst Du den Raum der Ohnmacht. Je stärker Du Dich mit diesem Gedanken identifizierst, desto mehr wirst Du in den Ohnmachtsraum hineingezogen. Du amtest die Atmosphäre des Raums ein und siehst alles nur noch durch die Brille der Ohnmacht. Du erlebst Dein Leben aus der Perspektive der Ohnmacht.  (vgl. Georg Lolos, Du bist nicht, was Du denkst)
Von hier aus, ist Loslassen erst Mal nicht in Sicht.

Dazu musst Du raus aus dem Raum, raus aus den Gedanken.
Und die Situation neu bewerten. Re-Frame.
Erst dann kannst Du eine Entscheidung treffen.
Erst dann kannst Du loslassen. Re-Start.

Meine bisher größte Challenge im Leben war diesen Reframe hinzukriegen, als meine Mama von ein paar Jahren die Diagnose Krebs im Endstadium erhielt und klar war, dass sie nicht mehr lang leben würde.
Na klar, war ich erst mal im Kontrollraum und im Ohnmachtsraum und im Bedürftigkeitsraum. Bestimmt auch im Widerstandsraum.

Doch dank Albert, meinem Yoga-Lehrer konnte ich mich daraus befreien.
Er hat uns früher immer gesagt: Alles was wir denken ist nur das Kopfkino, das unser Gehirn produziert. Hirngespinste. Nicht real.
Wir können jederzeit die Pause-Taste drücken. Abstand gewinnen. Und die Situation neu bewerten.
Und dann Widerstände loslassen.
Oder Wünsche loslassen.

Mein Reframe war: Wenn ich nix dagegen tun kann, was kann ich tun?
Ich kann nix tun, außer das Beste daraus machen.
Ich fing ich an, zu akzeptieren, was ist. Ich war bereit, loszulassen und die Zeit, die uns blieb, intensiv zu nutzen.
Und das hab ich gemacht.
Es war ein langer und erfüllender Prozess des Loslassens, so dass der Tod am Ende viel weniger schlimm war für mich als die Diagnose.
Und ich bin währenddessen eine Andere geworden. Freier. Mutiger. Zentrierter.

Bisher ging’s hier im Artikel vor allem um Widerstände loslassen.
Wie ist das beim Wünsche loslassen?
Du vermutest es wahrscheinlich schon. Eigentlich genau so.

Mein Wunschszenario für meine Selbständigkeit sah definitiv anders aus als es kam.
Seit Januar selbständig. Seit März Covid.
Präsenz-Workshops und -vorträge erst mal abgesagt.
Meetups fürs Netzwerken finden nur eingeschränkt online statt.
Firmen halten sich mit Aufträgen zurück.
Erst Mal keine neuen Coachees in Sicht.
Jeder mit sich selbst beschäftigt.

Mein erster Impuls:
„Das ist nicht fair! Warum passiert mir das?“ (Bedürftigkeit)
„Ich bin schuld, ich hätte mich mehr kümmern müssen …“ (Schuld, Scham).
„Ich muss stark sein und funktionieren“ (Kontrolle)
usw …

Mein zweiter Impuls nach ein paar Tagen:
„Ok, bringt nix! Reframe:
Es ist gerade nicht ideal, selbständig zu sein und es gibt dadurch ganz neue Chancen. Wie kann ich das nutzen? Online-Workshops anbieten, Remote Meetups besuchen, Virtual Coffees …“
Wunsch losgelassen. Neice.

Und jetzt?
Nach 4 Monaten merke ich, es war gut, mein Idealbild loszulassen.
Die Illusion loszulassen, dass meine Zukunft planbar und der Erfolg ein Muss ist.
Ideen loszulassen, die einen Reframe nicht überleben.
Und …

Vielleicht hab‘ ich ein bisschen schnell losgelassen. Schnell was anderes überlegt, um nicht den Zwischenraum zwischen loslassen und losgelassen aushalten zu müssen.
Um nicht das „Free Falling“ zu spüren.
Den Kontrollverlust zu erleben.
Die Unsicherheit auszuhalten.
Die Mehrdeutigkeit um mich zu haben.
Schnell in den Tunnel rein, alles andere ausblenden, zielstrebig dem neuen Wunsch nachgehen.

Heute würd ich das anders machen.
Ich würde den Raum zwischen loslassen und losgelassen verlängern.
Dort ein bisschen verharren und schauen, was entstehen will.
Statt in den Tunnel würde ich über die Brücke gehen, damit ich zwar fokussiert bin, aber mitkriege, was links und rechts von mir passiert.
Den Completion-Prozess würde ich bewusst zulassen und erleben.
Mutig das „Free-Falling“ genießen!

Wo tust Du Dich schwer, loszulassen?
Beziehungen, Idealbilder, Glaubenssätze?
Welche Widerstände willst du loslassen?
Welche Wünsche?

Vielleicht helfen Dir ja diese 7 Schritte dabei!

1. Drücke die Pause-Taste!

Stell Dir vor Du drückst auf Deinem Musik-Player die Pause-Taste.
Stopp damit Dein Gedanken-Karussell!

2. Gelange ins Hier und Jetzt!

Ins Hier und Jetzt kommst Du am einfachsten, indem Du Deinen Körper spürst, Dich auf Deine Atmung oder Deine Sinne konzentrierst.

Spüre Deinen Körper! Mach dazu den Butterfly Hug! Verschränke Deine Arme vor Deiner Brust, tappe sanft mit den Händen und spüre wie sich das anfühlt. (vgl. Butterfly Tap, Emiliya Zhivotovskaya, 20 Body & Mind Tools to overcome Anxiety)

Konzentriere Dich auf Deinen Atem! Sag gedanklich „Ich“ beim Einatmen und „bin“ beim Ausatmen – das „Ich bin“ („So Ham“)-Mantra. (vgl. Albert Dennewaldt, http://www.hridaya-schule.de/)

Konzentriere Dich auf Deine Sinne! Zähle auf, was Du siehst, hörst, riechst, schmeckst, tastest. (vgl. „5 Senses Übung“, Emiliya Zhivotovskaya, 20 Body & Mind Tools to overcome Anxiety)

Mache alle 3 Dinge oder eins davon. Und Du wirst ruhiger und innerlich still.

3. Nimm den Stuhl des Beobachters ein!

Nimm aus der inneren Stille heraus auf dem Stuhl des Beobachters Platz, der vor einer Leinwand sitzt. Lass Deine Gedanken wie auf einer Leinwand vorbeiziehen. Du haftest dabei nicht an, sondern schaust aus der Ferne zu, was Dein Gehirn an Gedanken produziert. Du bewertest die Gedanken nicht, lässt sie sein und vorbeiziehen. Vielleicht werden mit der Zeit die Zwischenräume zwischen den Gedanken größer. Und Dein Bewusstsein weitet sich. Du siehst klarer! (vgl. Albert Dennewaldt, http://www.hridaya-schule.de/)

4. Mach einen Reframe!

Überlegt Dir, wie Du die Situation sehen willst.
Frag Dich: Welche Haltung will ich einnehmen? Welche Perspektive?
Was will ich tun? Wer will ich sein?

5. Setzte eine Intention!

Setz Dir eine Intention! Was nimmst Du Dir ab sofort vor? Wie setzt Du Deine neue Haltung um? Welche Stärken und Persönlichkeitsanteile helfen Dir dabei?

6. Lass mutig Los!

Starte, mit dem Loslassen!

7. Erlebe den Zwischenraum!

Erlebe den Raum zwischen loslassen und losgelassen bewusst! Bemerke, was sich da zeigt, zu wem Du wirst, was entsteht. Lass Dir Zeit mit der „Completion“.

Literatur

Artikel inspiriert von meinem ehemaligen Yoga-Lehrer Albert Dennewaldt, http://www.hridaya-schule.de/ und dem Buch-Tipp „Du bist nicht was Du denkst“ von Dorin Lupu.

Kommentare sind geschlossen.

REBEL COACHING NEWSLETTER

Mit mutigen Impulsen und Hinweisen zu meinen Veranstaltungen.