Springe zum Inhalt →

WE CAN BE REBELS Beiträge

Loslassen

Widerstände loslassen.
Wünsche loslassen.

Das hat mein Yoga-Lehrer Albert vor vielen Jahren mal gesagt.

Und, dass frei sein genau das ist!
Widerstände loslassen.
Wünsche loslassen.

Was heißt das eigentlich, loslassen?
Und was genau lass ich los?
Was ist mutig daran?
Was hilft dabei?

Loslassen ist ein Prozess.
Ein Ereignis, eine Erkenntnis („Aha!“) oder vielleicht auch ein Gefühl bringt Dich dazu, etwas loszulassen.
Dann lässt Du es los … zum Beispiel eine Beziehung, einen geliebten Menschen oder einen Glaubenssatz.
Und erlebst dann den Zwischenraum zwischen loslassen und losgelassen.
Mal ist der kurz, mal lang. Mal erlebst Du ihn bewusst, mal unbewusst. Fast immer fühlt es sich ein bisschen wie „Free Falling“ an.
Und danach? Danach bist Du eine Andere als vorher.
Der Loslassprozess ist ein Transformationsprozess.

Aktuell lasse ich die Coaching Beziehung mit meinem Coach los.
Es ist das erste Mal, dass ich eine Beziehung bewusst loslasse und den Raum zwischen dem Gefühl „unsere Zeit geht zu Ende“ über die Entscheidung „ja, ich lasse los“ bis hin zu unserer Abschluss-Session „ich bin complete & schließe ab“ bewusst erlebe und wahrnehme. Ich bin quasi mittendrin im „Completion“-Prozess. Im Loslassen.
Und es ist intensiv, traurig, voller Liebe, tief verbunden, unteilbar, intim.
Gar nicht so leicht da 100 % reinzugehen und drin zu bleiben.
Es kostet mich Überwindung. Und Mut.
Und gleichzeitig bin ich mich maximal lebendig dabei, erfüllt und frei.

Schwieriger loszulassen ist es, wenn etwas im Außen geschieht, dass Dich zum Loslassen zwingt. Der Tod eines geliebten Menschen, Covid, der Jobverlust oder eine plötzliche Krankheit. Dann ist schon allein die Entscheidung loszulassen eine Challenge.

Schnell kommen Gedanken wie
„Das ist nicht fair! Warum passiert mir das?“ (Bedürftigkeit)
„Das kann gar nicht sein!“ (Verleugnung)
„Lass mich in Ruhe. Ich will das nicht!“ (Widerstand)
„Ich muss stark sein und funktionieren“ (Kontrolle)
„Das ist zu viel. Ich ertrage das nicht“ (Ohnmacht) oder
„Ich bin schuld, ich hätte mich mehr kümmern müssen …“ (Schuld, Scham).

Wenn Du diesen Gedanken Aufmerksamkeit schenkst und sie dann auch noch glaubst, ist das so, als ob Du den Gedanken wie einem Lockruf in Räume folgst: in den Raum der Schuld, den Raum der Bedürftigkeit oder den Raum der Ohnmacht. (vgl. Georg Lolos, Du bist nicht, was Du denkst)

Wenn Du zum Beispiel glaubst, dass Du einen Schicksalsschlag nicht erträgst, betrittst Du den Raum der Ohnmacht. Je stärker Du Dich mit diesem Gedanken identifizierst, desto mehr wirst Du in den Ohnmachtsraum hineingezogen. Du amtest die Atmosphäre des Raums ein und siehst alles nur noch durch die Brille der Ohnmacht. Du erlebst Dein Leben aus der Perspektive der Ohnmacht.  (vgl. Georg Lolos, Du bist nicht, was Du denkst)
Von hier aus, ist Loslassen erst Mal nicht in Sicht.

Dazu musst Du raus aus dem Raum, raus aus den Gedanken.
Und die Situation neu bewerten. Re-Frame.
Erst dann kannst Du eine Entscheidung treffen.
Erst dann kannst Du loslassen. Re-Start.

Meine bisher größte Challenge im Leben war diesen Reframe hinzukriegen, als meine Mama von ein paar Jahren die Diagnose Krebs im Endstadium erhielt und klar war, dass sie nicht mehr lang leben würde.
Na klar, war ich erst mal im Kontrollraum und im Ohnmachtsraum und im Bedürftigkeitsraum. Bestimmt auch im Widerstandsraum.

Doch dank Albert, meinem Yoga-Lehrer konnte ich mich daraus befreien.
Er hat uns früher immer gesagt: Alles was wir denken ist nur das Kopfkino, das unser Gehirn produziert. Hirngespinste. Nicht real.
Wir können jederzeit die Pause-Taste drücken. Abstand gewinnen. Und die Situation neu bewerten.
Und dann Widerstände loslassen.
Oder Wünsche loslassen.

Mein Reframe war: Wenn ich nix dagegen tun kann, was kann ich tun?
Ich kann nix tun, außer das Beste daraus machen.
Ich fing ich an, zu akzeptieren, was ist. Ich war bereit, loszulassen und die Zeit, die uns blieb, intensiv zu nutzen.
Und das hab ich gemacht.
Es war ein langer und erfüllender Prozess des Loslassens, so dass der Tod am Ende viel weniger schlimm war für mich als die Diagnose.
Und ich bin währenddessen eine Andere geworden. Freier. Mutiger. Zentrierter.

Bisher ging’s hier im Artikel vor allem um Widerstände loslassen.
Wie ist das beim Wünsche loslassen?
Du vermutest es wahrscheinlich schon. Eigentlich genau so.

Mein Wunschszenario für meine Selbständigkeit sah definitiv anders aus als es kam.
Seit Januar selbständig. Seit März Covid.
Präsenz-Workshops und -vorträge erst mal abgesagt.
Meetups fürs Netzwerken finden nur eingeschränkt online statt.
Firmen halten sich mit Aufträgen zurück.
Erst Mal keine neuen Coachees in Sicht.
Jeder mit sich selbst beschäftigt.

Mein erster Impuls:
„Das ist nicht fair! Warum passiert mir das?“ (Bedürftigkeit)
„Ich bin schuld, ich hätte mich mehr kümmern müssen …“ (Schuld, Scham).
„Ich muss stark sein und funktionieren“ (Kontrolle)
usw …

Mein zweiter Impuls nach ein paar Tagen:
„Ok, bringt nix! Reframe:
Es ist gerade nicht ideal, selbständig zu sein und es gibt dadurch ganz neue Chancen. Wie kann ich das nutzen? Online-Workshops anbieten, Remote Meetups besuchen, Virtual Coffees …“
Wunsch losgelassen. Neice.

Und jetzt?
Nach 4 Monaten merke ich, es war gut, mein Idealbild loszulassen.
Die Illusion loszulassen, dass meine Zukunft planbar und der Erfolg ein Muss ist.
Ideen loszulassen, die einen Reframe nicht überleben.
Und …

Vielleicht hab‘ ich ein bisschen schnell losgelassen. Schnell was anderes überlegt, um nicht den Zwischenraum zwischen loslassen und losgelassen aushalten zu müssen.
Um nicht das „Free Falling“ zu spüren.
Den Kontrollverlust zu erleben.
Die Unsicherheit auszuhalten.
Die Mehrdeutigkeit um mich zu haben.
Schnell in den Tunnel rein, alles andere ausblenden, zielstrebig dem neuen Wunsch nachgehen.

Heute würd ich das anders machen.
Ich würde den Raum zwischen loslassen und losgelassen verlängern.
Dort ein bisschen verharren und schauen, was entstehen will.
Statt in den Tunnel würde ich über die Brücke gehen, damit ich zwar fokussiert bin, aber mitkriege, was links und rechts von mir passiert.
Den Completion-Prozess würde ich bewusst zulassen und erleben.
Mutig das „Free-Falling“ genießen!

Wo tust Du Dich schwer, loszulassen?
Beziehungen, Idealbilder, Glaubenssätze?
Welche Widerstände willst du loslassen?
Welche Wünsche?

Vielleicht helfen Dir ja diese 7 Schritte dabei!

1. Drücke die Pause-Taste!

Stell Dir vor Du drückst auf Deinem Musik-Player die Pause-Taste.
Stopp damit Dein Gedanken-Karussell!

2. Gelange ins Hier und Jetzt!

Ins Hier und Jetzt kommst Du am einfachsten, indem Du Deinen Körper spürst, Dich auf Deine Atmung oder Deine Sinne konzentrierst.

Spüre Deinen Körper! Mach dazu den Butterfly Hug! Verschränke Deine Arme vor Deiner Brust, tappe sanft mit den Händen und spüre wie sich das anfühlt. (vgl. Butterfly Tap, Emiliya Zhivotovskaya, 20 Body & Mind Tools to overcome Anxiety)

Konzentriere Dich auf Deinen Atem! Sag gedanklich „Ich“ beim Einatmen und „bin“ beim Ausatmen – das „Ich bin“ („So Ham“)-Mantra. (vgl. Albert Dennewaldt, http://www.hridaya-schule.de/)

Konzentriere Dich auf Deine Sinne! Zähle auf, was Du siehst, hörst, riechst, schmeckst, tastest. (vgl. „5 Senses Übung“, Emiliya Zhivotovskaya, 20 Body & Mind Tools to overcome Anxiety)

Mache alle 3 Dinge oder eins davon. Und Du wirst ruhiger und innerlich still.

3. Nimm den Stuhl des Beobachters ein!

Nimm aus der inneren Stille heraus auf dem Stuhl des Beobachters Platz, der vor einer Leinwand sitzt. Lass Deine Gedanken wie auf einer Leinwand vorbeiziehen. Du haftest dabei nicht an, sondern schaust aus der Ferne zu, was Dein Gehirn an Gedanken produziert. Du bewertest die Gedanken nicht, lässt sie sein und vorbeiziehen. Vielleicht werden mit der Zeit die Zwischenräume zwischen den Gedanken größer. Und Dein Bewusstsein weitet sich. Du siehst klarer! (vgl. Albert Dennewaldt, http://www.hridaya-schule.de/)

4. Mach einen Reframe!

Überlegt Dir, wie Du die Situation sehen willst.
Frag Dich: Welche Haltung will ich einnehmen? Welche Perspektive?
Was will ich tun? Wer will ich sein?

5. Setzte eine Intention!

Setz Dir eine Intention! Was nimmst Du Dir ab sofort vor? Wie setzt Du Deine neue Haltung um? Welche Stärken und Persönlichkeitsanteile helfen Dir dabei?

6. Lass mutig Los!

Starte, mit dem Loslassen!

7. Erlebe den Zwischenraum!

Erlebe den Raum zwischen loslassen und losgelassen bewusst! Bemerke, was sich da zeigt, zu wem Du wirst, was entsteht. Lass Dir Zeit mit der „Completion“.

Literatur

Artikel inspiriert von meinem ehemaligen Yoga-Lehrer Albert Dennewaldt, http://www.hridaya-schule.de/ und dem Buch-Tipp „Du bist nicht was Du denkst“ von Dorin Lupu.

Kommentare sind geschlossen.

WIE DU MUTIGE VERÄNDERUNGEN MEISTERST

Du weißt, was Du willst.
Du hast beschlossen, Dich selbständig zu machen.
Oder Du willst Dich von Deinem langjährigen Partner trennen.
Oder Du willst einen Marathon laufen.

Du bist entschlossen.
Du willst es angehen.
Vielleicht hast Du sogar schon die ersten Schritte geplant.

Du bist voller Leidenschaft Dein Vorhaben umzusetzen.
Dein Feuer brennt!

Das ist schon mal ziemlich cool!
Das alles bringt Dich weit.

Aber reicht das?
Reicht das, um eine große Veränderung langfristig und erfolgreich durchzuziehen?
Was braucht es noch?

Wie gelingt die VERÄNDERUNG?

Viele große Vorhaben scheitern NICHT wegen fehlender Entschlossenheit oder Leidenschaft, sondern weil der Rahmen fehlt, in dem die Veränderung umgesetzt werden kann.

Um große Dinge zu erreichen, brauchst Du neben einer Vision, Willenskraft und Passion eine Struktur, die Dir hilft, die Veränderung nachhaltig umzusetzen.

Der New Yorker Psychologe und Autor Jonathan Fields nennt diese Struktur „Success Scaffolding“ – Erfolgsgerüst und nennt darin die folgenden 8 Erfolgsfaktoren (cf. Jonathan Fields, Succeed in Anything Do This, 8 Ps Framework for Success Scaffolding)

8 Erfolgsfaktoren, mit denen Du Deine Veränderung meisterst!

Erfolgsfaktor 1: Du brauchst ein klares Ergebnis vor Augen!

Definiere das Zielbild so spezifisch wie möglich, visualisiere es und verinnerliche es!

Wieso? Je klarer Du Dein Zielbild siehst und mit allen Sinnen spürst, desto wahrscheinlicher erreichst Du es. Du siehst deutlicher, was Du tun musst, um dort hinzukommen.

Und es ist so, als ob Du ein GPS in Dein Gehirn pflanzt: Dein Gehirn wird dann bewusst und unbewusst Wege finden, das Ziel zu erreichen.

Wie geht’s?

  • Definiere das Ergebnis so spezifisch wie möglich: Wie sieht das, was Du erreichen willst, genau aus? Woran erkennst Du, dass es eingetreten ist?
  • Visualisiere es: Ergänze das Zielbild um Bilder und mach es dadurch noch greifbarer! Du aktivierst damit auch Dein Unterbewusstsein, es zu erreichen!
  • Verinnerliche es: Stell Dir regelmäßig vor, Du hast das, was du willst schon erreicht. Spüre, wie sich das anfühlt und verankere das in Deinem System!

Erfolgsfaktor 2: Kenne Dein „Warum“?

Warum willst Du die Veränderung? Was daran ist wichtig für Dich? Was treibt Dich an?
Und auf einer höheren Ebene: Welchen Unterschied willst Du damit machen?

Wenn Du das weißt, hast Du eine SUPERKRAFT gegen alle Widerstände und Tiefs, die kommen.

DEIN WARUM wird Dir helfen, weiterzumachen, wenn’s schwierig wird.
Es wird Dir helfen, Deine Leidenschaft & Entschlossenheit aufrecht zu erhalten.
Du wirst dadurch stets einen Sinn in deinem Tun sehen.

Wie geht’s?

  • Kläre für Dich, mit einem Coach oder Sparringspartner:
    • Was ist Dein Antrieb?
    • Was ist Dein Warum?
    • Und frag Dich das am besten 5 Mal, um tief zu kommen! (5 Whys Methode)

Erfolgsfaktor 3: Du brauchst einen Plan!

Du brauchst einen Plan, der den REALITY CHECK besteht.
Einen Plan, der zu Dir und Deiner Lebenswelt, Deinem Job, Deinem Alltag passt.
Stell Dir vor, Du willst einen Marathon laufen und Du lädst Dir Trainingspläne aus dem Netz, die vorsehen, dass Du immer morgens zwei Stunden vor der Arbeit trainierst. Du hast aber zwei Kinder, die Du morgens in die Schule bringst. Höchstwahrscheinlich wird Dein Vorhaben daran scheitern. Denn der Plan ist nicht für Dein Leben ausgelegt.

Plane kleine Schritte statt disruptive Veränderung!
Unser Gehirn ist NICHT gemacht für große disruptive Veränderungen.
Wir erzielen große Veränderungen nur, wenn wir STEP BY STEP vorgehen, in kleinen Schritten. Am Besten sind die Schritte so klein, dass Du denkst, Du „schummelst“.

Neben den ganz kleinen Schritten ist es auch wichtig, Meilensteine wie Wochen- und Monatsziele festzulegen. Mit ihnen nimmst Du Deinen Fortschritt besser wahr und bleibst motiviert.

Überlege Dir, welche Hindernisse auftreten können!
Was sind äußere Hindernisse? Was innere Hürden wie eigene Ängste und Glaubenssätze? Und überlege, wie Du mit den Hindernissen umgehen willst, sollten sie eintreten.

Das hat zwei große VORTEILE!
Studien zeigen, Menschen, die sich damit auseinandersetzen, was schief gehen kann, überwinden Hürden wahrscheinlicher als die, die nur von einem „Best Case Scenario“ ausgehen.
Und, durch das aktive Auseinandersetzen mit den Hürden hast Du viel mehr Informationen. Du weißt viel mehr, worauf Du Dich einlässt.
Du triffst eine viel informiertere Entscheidung, das Vorhaben anzugehen.
Oder es vielleicht sogar doch SEIN ZU LASSEN, weil Du merkst, Du willst es nicht genug, um den Invest zu machen

Wie machst Du DEINEN Plan?

  • Mach den Reality-Check! Passe den Plan so an, dass er in Deinen Lebensalltag passt!
  • Plane so kleine Schritte, dass Du denkst, Du schummelst!
  • Lege Zwischenziele fest, die Du später feierst!
  • Setz Dich mit möglichen Hindernissen auseinander, vielleicht mit einem Coach:
    • Was sind innere Hürden?
    • Was äußere Hürden?
    • Wie willst Du damit umgehen, wenn sie kommen?
    • Und willst Du Dein Vorhaben dann immer noch machen?

Erfolgsfaktor 4: Du musst glauben, dass Deine Veränderung möglich ist!

Ok, Du kennst Dein Zielbild ganz genau!
Du weißt WARUM Du das willst!
Du hast einen PLAN!

Das bringt Dir alles nix …
Wenn Du nicht daran glaubst, dass das, was Du vor hast, MÖGLICH ist.
Wenn Du daran nicht glaubst, dann wird’s nicht funktionieren!

Unser Gehirn macht da nicht mit.

Das GUTE ist:
Es ist nicht nötig, dass Du zu 100 % daran glaubst.
Für den 1. SCHRITT brauchst Du NUR 3 % Zuversicht, dass Du es schaffen kannst.

Wichtig zu wissen: Die Zuversicht kommt mit dem Handeln!
Je mehr Schritte Du in Richtung Deines Ziels gehst, desto zuversichtlicher wirst Du, es zu schaffen. Deshalb scheitern die meisten Menschen nicht beim Dranbleiben, sondern überhaupt den 1. Schritt zu tun.

Du brauchst also 3 %-Zuversicht, dass Dein Vorhaben möglich ist.
Wie kriegst Du diese initiale innere Zustimmung?

Erfolgsfaktor 5: Hol Dir Beweise!

Du musst den Beweis sehen, dass das, was Du vor hast, grundsätzlich möglich ist
und dass Du es erreichen kannst.

Wir kriegst Du den Beweis?

Durch „Ähnliche Andere“ zum Beispiel. Testimonials.
Wenn Du andere Menschen siehst, die Dir ähnlich sind und bestimmte Dinge geschafft haben, die Du auch erreichen willst, dann denkst Du „Die sind mir ähnlich, die haben eine ähnliche Lebenswelt, die machen so was ähnliches wie ich und die haben es geschafft > also kann ich das eventuell auch!“

Vielleicht willst Du ein Unternehmen gründen und kennst jemanden, der so alt ist wie Du, was ähnliches studiert hat, einen ähnlichen Lebenslauf hat, Dir vom Typ her ähnelt und der hat es geschafft, ein erfolgreiches Business aufzubauen. Dann denkst Du „Das kann ich auch schaffen!“.

Beweise bekommen wir auch durch Menschen, denen wir vertrauen.
Von denen, die wir als Mentoren, Experten oder Vorbilder in einem bestimmten Bereich sehen. Eine Gründungberaterin, die viele Gründungen erfolgreich begleitet hat und die Dir sagt „Das, was Du vorhast ist möglich“ kann das als Beweis funktionieren.

Studien, Berichte, recherchierte Daten und Fakten können uns auch überzeugen.
Oder Demonstrationen. Wie bei einer Dult wird man Zeuge davon, das etwas funktioniert.

Wie geht’s?

  • Schau Dich in Deinem Umfeld um: Gibt es es dort „ähnliche Andere“, die genau das erreicht haben, was Du angehen willst? Wenn nicht, geh zu Netzwerktreffen oder Meetups, wo Du „ähnliche Andere“ vermutest. Hör Dir ihre Geschichte an!
  • Tausche Dich mit einem Experten oder Mentor aus, der viel Erfahrung mit dem hat, was Du machen willst. Hold Dir ihr Feedback!
  • Suche nach Studien, Berichten und anderen Fakten, die Dir Zuversicht für Dein Vorhaben geben.

Erfolgsfaktor 6: Du brauchst Unterstützer in Deinem Umfeld!

Ein Erfolgsbaustein, der oft unterschätzt wird!
Wenn wir etwas Großes erreichen wollen, brauchen wir unbedingt bestimmte Leute und Rollen um uns.

Wen brauchst Du in deiner Support-Crew?

Du brauchst „Spielkameraden“!
Leute, die gerade was ähnliches durchmachen wie Du, die einen ähnlichen Prozess durchlaufen und ähnliche Ziele haben. Andere, die für einen Triathlon trainieren zum Beispiel oder Mitstreiterinnen, die gerade gründen.
Als „Spielkameraden“ sitzt man im gleichen Boot, man erlebt die Höhen und Tiefen zusammen, hat die gleichen Herausforderungen.
Man fühlt sich verbunden, verstanden und kann sich austauschen.

Du brauchst „Cheerleader“
Das sind diejenigen, die Dir auf helfen, wenn Du stolperst, wenn’s mal nicht so läuft.
In Phasen, wo Du zweifelst „Bin ich gut genug? Schaffe ich das?“, stehen sie bereit und sagen „Ich glaube an Dich!“, „Du schaffst das!“
Sie feuern Dich an und stärken den Rücken.

Du brauchst Mentoren!
Mentoren kennen Deinen Weg sehr gut.
Sie haben viel Erfahrung mit dem was Du gerade machst. Sie können Dich auch auf Dinge hinweisen, die Deinen Fortschritt beschleunigen und Dir helfen mit Hindernissen umzugehen. Sie bringen Weisheit und Beschleunigung in Dein Leben!

Du brauchst Partner für die Verbindlichkeit!
Das sind Leute, mit denen Du eine Vereinbarung triffst und die Dich zu Verantwortung ziehen, wenn Du nicht einhälst, was ihr ausgemacht habt.

Oft übernimmt diese Rolle ein Coach in einer Coaching-Beziehung. Sie kann aber auch von einem Arbeitskollegen oder Freund eingenommen werden.

Gerade wenn wir uns vor Anderen oder öffentlich bekennen, steigt die Wahrscheinlichkeit immens, dass wir es auch tun.
Dem liegt ein psychologisches Phänomen zu Grunde –  das Konsistenzprinzip.
Es besagt, dass wir als konsistente Wesen gesehen werden wollen und deshalb immer versuchen, dem gerecht zu werden zu was wir uns einmal bekannt haben. (‚Konsistenz“, https://lexikon.stangl.eu/)

Herausforderer sind wichtig!
Das sind diejenigen, die Deine Annahmen und Ideen „challengen“. Sie wollen Dir helfen, Deine Ideen und Projekte besser zu machen und schneller zum Erfolg zu kommen. Es geht nicht darum, Ideen kaputt zu machen, sondern um konstruktives Feedback zur Optimierung.

Und schließlich: Du brauchst Vorbilder. Mut-Vorbilder!
Denn Mut ist ansteckend! Wir sind so mutig wie unser Umfeld mutig ist.
Wenn Du Dich mit Leuten umgibst, du mutig und innerlich stark sind, färbt das auf Dich ab! (cf. Jonathan Haidt, Wired to be Inspired)

Du brauchst sicherlich nicht alle Rollen, um erfolgreich zu sein!
Und je mehr Du um Dich hast, desto besser natürlich!
Ganz ohne diese Rollen sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass Du dein Vorhaben umsetzt, vor allem, wenn Dein Vorgaben groß und langfristig ist und viel auf dem Spiel steht.

Also, so geht’s:

  • Bilde Deine Support-Group: Hol Dir „Spielkameraden“, „Chearleader“, Mentoren, Verbindlichkeitspartner, Herausfoderer und Mut-Vorbilder ins Team!
  • Starte mit der Rolle, die Du gerade am meisten brauchst!

Erfolgsfaktor 7: Beweise Dir Deinen Fortschritt

Damit Du die Veränderung durchziehst, brauchst Du Beweise für Deinen Fortschritt.

Warum? Um dem „Negativitätsbias“ entgegenzuwirken.
Unser Gehirn konzentriert sich vor allem auf die negativen Dinge, nicht auf die positiven. Wir müssen also unserem Gehirn deutlich mehr positive Signale liefern um die negativen Singale auszugleichen. (‚Negativitätsbias‘, https://lexikon.stangl.eu/)

Fortschritte zu dokumentieren ist genau das.
Wir beweisen uns selbst das Positive.
Wir beweisen uns visuell, dass wir Fortschritte machen.

Wie machst Du das?

  • Gib dort regelmäßig Deine Ergebnisse ein, z.B. tägliche Ziele wie „einen Sales-Call am Tag machen“ oder Wochenziele wie „einen Newsletter pro Woche verschicken“
  • Beobachte den Fortschritt!
  • Nimm die Veränderungen wahr, die passieren: Was verändert sich in Bezug auf Dein Zielbild? Wie fühlt Sich das an?

Über die Zeit entsteht eine Art Protokoll mit vielen Beweisen, dass Du Deinem Ziel näher kommst und gute Dinge passieren.

Wenn dann die negative Stimme wieder kommt („Du schaffst das nicht …“) hast Du den Beweis: Doch es funktioniert!

Erfolgsfaktor 8: Verinnerliche die neuen Verhaltensweisen!

Erst das Verinnerlichen all der genannten Erfolgsfaktoren führt zum Erfolg.

Es geht darum, dass die Verhaltensweisen zu einem Teil von Dir selbst werden, quasi Deine DNA sind. Dass sie keine Anstrengung mehr brauchen, sondern automatisch ablaufen:
Du hast ganz selbstverständlich ein unterstützendes Umfeld um Dich!
Du bist jemand, der täglich seinen Fortschritt misst, so wie du jeden Tag joggen gehst oder Dich vegan ernährst.

Das Verinnerlichen sichert Deinen Erfolg langfristig.

Wie Kannst Du das umsetzen?

  • Baue tägliche oder wöchentliche Routinen in Deinen Alltag ein, zum Beispiel:
    • Triff Dich jeden Dienstag Abend mit Deinem Mentor oder Deiner MUT-Community und tausche Dich aus!
    • Nimm Dir am Ende des Arbeitstages die Zeit, Deinen Fortschritt einzutragen und zu reflektieren, was sich verändert hat!
    • Arbeite Vormittags immer mit der Pomodoro Technik!
  • Mach sie zu nachhaltigen Routinen – also einer Mischung aus Gewohnheit & Ritual:
    • Gewohnheit = den Fortschritt immer abends um 18 Uhr mit einer App messen (läuft automatisch und unbewusst ab)
    • Ritual = reflektieren, was sich verändert (läuft bewusst ab, mit Intention; verbindet Dich darüber hinaus mit deinem Warum)

Und jetzt?

Du kennst die Erfolgsfaktoren!
Du weißt, was Du willst!
Du bist entschlossen!
Du brennst für Dein Vorhaben!

Du hast ALLES, was Du brauchst … damit deine Mission gelingt!

Welche Mission willst Du (endlich) angehen?
Welche mutige Veränderung machen?

Verschwende keine Zeit!
Komm zum REBEL COACH CAMP (REMOTE) und stell Dich Deiner Challenge!

Oder geh Deine Veränderung im Einzel-Coaching an!

Literatur

Kommentare sind geschlossen.

BIST DU EIN MUTIGER LEADER?

Was macht Dich zu einem mutigen Leader?
Welche Qualitäten? Welche Verhaltensweisen?
Was gehört da alles dazu?

Für mich hat ein mutiger Leader viele Facetten!

Für mich lebt ein mutiger Leader diese 8 Aspekte vor:

Dem Herzen folgen.
Das tun, was mir wichtig ist, auch gegen den Strom.
Idealistisch sein, eine Vision haben, meine Leidenschaft leben.
Das in die Welt bringen, für das ich brenne.
Nach vorne gehen und andere mitnehmen. Zukunft gestalten.

Angst haben und es trotzdem tun!
Mich selbst immer wieder überwinden, mich meinen Ängsten stellen.
Vor vielen Leuten sprechen, obwohl ich Angst davor habe.
Lange Strecken fliegen trotz Flugangst.
Mich sichtbar machen, obwohl ich Angst vor Ablehnung habe.

Beharrlich sein trotz aller Widerstände.
Nicht weglaufen, wenn’s mal schwierig wird. Konfliktsituationen aushalten. Unangenehmes Feedback geben.
Nicht gleich aufgeben, wenn’s mal nicht so läuft. Dranbleiben, auch wenn ich scheitere.

Für das eintreten, was richtig ist.
Für andere einstehen, aufstehen, die Meinung sagen. Auch bei Gegenwind und auch auf die Gefahr hin, dass ich mich unbeliebt mache.
Missstände ansprechen.
Meine Werte verteidigen.
Die unterstützen, die meine Stimme brauchen.

Den Horizont erweitern, das Vertraute loslassen
Mich ins Unbekannte begeben – ohne Backup und ohne zu wissen, wie’s ausgeht.
Mutige Entscheidungen treffen, groß denken, Risiken eingehen, neue Wege gehen.
Die Kontrolle abgeben.

Aus allen Situationen das Beste machen!
Schicksalsschläge, das eigene Scheitern, innere oder äußere Hürden oder Unsicherheit annehmen.
„Yes … and“ sagen und das Beste daraus machen. (vgl. Susan Jeffers, Feel the Fear and do it anyway).
Die Dinge neu oder anders bewerten (Reframe), kreativ damit umgehen.

Sich verletzlich zeigen
Vor anderen Fehler zugeben, scheitern.
Unperfekt sein und sich unperfekt zeigen.
Sagen, dass man was nicht weiß.
Vor anderen Gefühle zeigen, weinen.

Authentisch sein
100 % so sein wie ich bin.
Mein Ding machen, meine Werte und mein „Warum“ leben.
Meine Stärken einbringen. Und meine Macken.
Das tun, was ich sage. Das einfordern, was ich brauche.
Integer sein.

Ein mutiger Leader zu sein, ist definitiv ne Challenge!
Aber ne coole. Eine die’s wert ist. Oder?

Welcher Leader bist Du?
Was ist Deine Challenge?
Wo wärst Du gern mutiger?

#WeCanBeRebels!
Ich helf Dir, ein mutige Leader und Coach zu sein.

Literatur:

Kommentare sind geschlossen.

MUT ZUR ENTSCHEIDUNG!

Wie geht’s Dir mit Entscheidungen? Schiebst Du sie eher vor Dir her? So lange, bis andere entscheiden oder sich die Situation von selbst klärt? Oder entscheidest du schnell und spontan, damit Du’s hinter Dir hast und alles wieder unter Kontrolle scheint? Analysierst Du die Pros und Contras im Detail und grübelst Tage lang, was jetzt das Beste ist? Oder entscheidest Du aus dem Bauch raus?

Entscheidungen zu treffen ist oft gar nicht so leicht.

Selbst vermeintlich einfache Entscheidungen können uns stressen:, „Fahre ich heut mit dem Rad oder Auto in die Arbeit?“, „Schreib ich den Satz noch in die Email oder nicht?“, „Mach ich Aufgabe A oder B zuerst?“ oder „Wohin fahren wir in Urlaub (mit was, wem, wo bleiben wir…)?“.

Bei schwierigeren Entscheidungen wie „Soll ich meinen Job kündigen?“„Nehm ich Job A oder B?“, „Kaufe ich ein Haus auf dem Land oder bleibe ich in der Stadt?“, „Welche Coaching Ausbildung mache ich?“, „Was schreibe ich meine Patientenverfügung?“ oder „Wie investiere ich mein Geld am besten?“ kommen wir erst recht ins Straucheln.

Wieso fällt uns das Entscheiden schwer?

Wir haben Angst, die falsche Entscheidung zu treffen.
Wir fürchten uns davor etwas zu verlieren: den Partner, Freunde, Status, Geld, Job-Zufriedenheit oder was auch immer wir uns von der „richtigen“ Entscheidung erhoffen.
Und dann damit schlechter dazustehen als vorher.
Oder damit einen Fehler zu machen, zu scheitern.
Und dann „Schuld“ zu sein.

Denn viele von uns haben gelernt, Entscheidungen nach dem „Verlierermodell“ zu treffen. Beim Verlierermodell gibt es eine richtige und eine falsche Entscheidung:
Entweder ist A oder B richtig.
Das führt dazu, dass wir uns den Kopf zermartern, was wohl richtig ist. Denn wir wollen es unbedingt richtig machen, bloß nicht die „falsche“ Variante wählen. Nicht selten ist das Stress pur! Und die Entscheidung bekommt auch gleich mehr Gewicht als nötig.
So dass wir an der Stelle, die Entscheidung auch gern mal aufschieben und gar nicht treffen.

Und nach der Entscheidung?
Dann denken wir „War das die richtige Wahl?“ und das Kopfzerbrechen fängt schon wieder an. Das Verlierermodell macht uns unglücklich und schwach. (vgl. Susan Jeffers, Feel the Fear and do it anyway).

Welches Mindset hilft uns beim Entscheiden?

Das Mindset, Entscheidungen in Zukunft nach dem Gewinnermodell zu treffen!
Beim Gewinnermodell gibt es auch A und B. Doch hier sind beide Optionen richtig. Jeder Weg hat Vorteile und Konsequenzen. In jedem stecken neue Erfahrungen und Möglichkeiten zu wachsen. Egal was ich wähle – ich kann nur gewinnen! Und das unabhängig vom Ausgang.

Ich stehe beispielsweise vor der Entscheidung, was mein nächster beruflicher Schritt ist.
Ich kann Führungskraft im Unternehmen werden (Option A).
Oder ich kann mich als Coach selbständig machen (Option B).
Beide Wege sind spannend. Beide Wege sind „richtig“.
Ich entscheide mich für B.
Wenn sich in ein oder zwei Jahren ausstellt, das die Selbständigkeit nichts für mich, ist das ok. Ich weiß dann viel genauer, was ich will und was nicht. Und ich habe Erfahrungen gemacht und neue Skills gelernt, die mir bei Option A in der Form nicht begegnet wären.
Vielleicht gehe ich danach Weg A. Oder einen ganz anderen.
Egal was ich mache, ich kann nur gewinnen 🙂

Das Gewinnermodell bringt mich in eine Position der Stärke beim Entscheiden.
Denn ich gehe davon aus, dass jede Option, die zur Auswahl steht, gleichwertig und richtig ist. (vgl. Susan Jeffers, Feel the Fear and do it anyway).

Also:

Tipp 1: Nimm die Gewinnerhaltung ein! Sag Dir „Ich kann nur gewinnen“, egal wie ich entscheide und wie’s ausgeht.

Was hilft Dir noch beim Entscheiden?

Die Heath-Brüder empfehlen in Ihrem Buch „Decisive“ diesen (WRAP) Prozess:

Erweitere Deine Optionen! (W – Widen Your Options)
Challenge Deine Annahmen! (R – Reality Test Your Assumptions)

Geh auf Distanz! (A – Attain Distance)
Stell Dich drauf ein, falsch zu liegen! (P – Prepare to be Wrong)

Tipp 2: Erweitere Deine Optionen!
Oft sehen wir bei Entscheidungen nur „Entweder – Oder“; „Mach ich’s oder nicht?“, „Nehme ich „A oder B?“. Das führt dazu, dass wir zwischen einer sehr begrenzten Auswahl entscheiden und viele Optionen, die es auch gibt, gar nicht in Erwägung ziehen – das sogenannte „Narrow Framing Bias“ tritt ein. (vgl. Chip & Dan Heath, Decisive; Framing-Effekt in https://lexikon.stangl.eu/ )

Wie kannst Du Deine Optionen erweitern?

  • Frag Dich: Welche anderen Möglichkeiten gibt es noch? Brainstorme andere Optionen!
  • Tausch Dich mit Leuten aus, die die Entscheidung schon getroffen haben und frag sie nach ihren Erkenntnissen!
  • „Und“ statt „Oder“: Schau, ob Du Optionen kombinieren kannst (z.B. Stunden in Deinem Job reduzieren & im Nebenerwerb selbständig machen)!

Tipp 3: Challenge Deine Annahmen!

Wir sind alle Opfer des „Confirmation Bias“ und suchen, interpretieren und wählen Optionen so, dass sie unsere Lebenseinstellung, Werte oder Glaubenssätze bestätigen. (vgl. Chip & Dan Heath, Decisive; Confirmation Bias in https://lexikon.stangl.eu/ )

Wie kannst Du dem entgegenwirken?

  • Hol Dir einen „Challenger“: Lass diese Person provokante Fragen stellen und Dir helfen das aufzudecken, das was Du nicht siehst!
  • Mach den Reality-Check: Arbeite einen Tag Probe in der neuen Stelle oder begleite eine Tag lang jemanden, der das macht, was Du machen willst.

An diesem Punkt kennst du viele Optionen und hast Sie gechallenged.
Jetzt ist die Entscheidung dran 😉 Doch bevor Du das machst:

Tipp 4: Geh auf Distanz!

Um zu vermeiden, dass Du auf Basis von kurzfristigen Emotionen entscheidest, z.B. um die Unklarheit nicht mehr länger aushalten zu müssen – den Kontrollverlust wenn Du so willst – nimm Distanz ein oder wechsle die Perspektive!

Wie geht das?

  • Verzögere die Entscheidung! Warte so lang wie möglich, bis Du Dich entscheidest! Sei Dir bewusst, wann Deine Optionen „ablaufen“ und eine Entscheidung fällig wird. Bis dahin halte Dir die Optionen offen und entscheide so spät wie möglich! (vgl. „Real Options“, https://www.infoq.com/articles/real-options-enhance-agility/)
  • Verwende das 10/10/10-Prinzip: Frage Dich, wie fühlst Du Dich mit der Entscheidung in 10 Minuten, in 10 Monaten und in 10 Jahren?
    > Das was uns in 10 min unangenehm ist (z.B. um Hilfe zu fragen), haben wir wahrscheinlich in 10 Jahren vergessen 😉 Und das was uns aus Sicht von 2030 sehr wichtig ist, ist das Mut aufbringen in 10 min wert! (vgl. Chip & Dan Heath, Decisive)
  • Nimm die Perspektive eines Beraters ein: Was würde ich meinem Besten Freund hier raten?

Perspektiven wechseln setze ich auch viel im Coaching ein, um neue Sichtweisen zu erzeugen. Probier’s aus & mach ein Einzel-Coaching mit mir! Vor allem, wenn es ein Thema gibt, wo Du feststeckst oder eine neue Haltung gebrauchen kannst.

Tipp 5:  Stell Dich drauf ein, falsch zu liegen!

Es kann immer sein, dass die Entscheidung sich anders anfühlt als erhofft oder andere Konsequenzen mit sich bringt. Wir sind uns oft zu sicher („overconfident“), dass wir die Zukunft richtig einschätzen. Stell Dich also drauf ein, dass alles vielleicht anders kommt, als Du denkst! gl. Chip & Dan Heath, Decisive)

Wie?

  • Überleg Dir Hindernisse, die eintreten können! Und mache einen Plan, wie du damit umgehen willst. Studien zeigen, dass Du dann nicht nur wahrscheinlicher diese Hürden meisterst, wenn sie eintreten. Sondern Du triffst auch eine viel informiertere Entscheidung. Du weißt viel mehr, auf was Du Dich einlässt und Du merkst womöglich, dass Du das, was Du vorhast, gar nicht genug willst, um den Invest zu machen. Dann hast du hier die Chance „auszuopten“. (vgl. Jonathan Fields, Success Scaffolding)
  • Sieh’s als Experiment: Lass Dich beispielsweise 3 Monate auf Deine Entscheidung ein und mache dann einen Check-In mir Dir selbst: Wie geht’s mir? Will ich das? Was brauche ich noch?

Tipp 6: Sei Dir darüber klar, was für Dich im Leben Prio hat & nutze das als Entscheidungshilfe

Wenn Du weißt, was für Dich im Leben Prio hat, was Dir wichtig ist und was Deinem Leben einen Sinn gibt, kannst Du das als Kompass und Entscheidungshilfe nutzen:
Bringt mich die Entscheidung näher an meine Vision?
Lebe ich dadurch meinen „Purpose“ mehr? Mache ich damit den Unterschied, den ich machen will?
Lebe ich meine Werte mehr?

Wie kommst Du da hin?

  • Vision: Lege Deine Ziele und Wünsche fest und visualisiere sie in einem Vision Board! Was ist das, was Du unbedingt erleben und erschaffen willst? Sei bei meinem Vision Board Workshop dabei, wenn Du hier tiefer einsteigen willst.
  • Purpose & Impact: Finde heraus, was Deinem Leben einen Sinn gibt und Dich lebendig sein lässt. Spüre, welche Wirkung Du hast, wenn Du „on purpose“ bist und schärfe, welchen Impact Du noch mehr haben willst. Was bringst Du in die Welt? Bei mir ist es „Bring out the Rebel (Courage) in You!“. Meld Dich bei mir, wenn Du das für Dich herauszufinden willst. Ich helf Dir Dein persönliches Impact Statement zu formulieren!
  • Werte: Lege Deine Top 5 Werte fest! Was brauchst Du zum Leben wie Fische das Wasser? Verbindung? Unabhängigkeit? Sicherheit?

Tipp 7: Vertraue Deinem Bauchgefühl!

Wie oft treffen wir Entscheidungen aus dem Kopf, obwohl unser Bauchgefühl uns gewarnt hat?
Wenn Du spürst, irgendwas fühlt sich komisch an, nimm’s ernst und dreh lieber nochmal eine Runde!

Tipp 8: Bleib gelassen!

Nimm Dich und Deine Entscheidung nicht so ernst.
Die meisten Entscheidungen sind nicht soooo wichtig wie Du denkst.
Wenn’s nicht so ausgeht, wie Du Dir erhofft hast, lernst Du was dazu.
Und du kannst alles immer ändern. (vgl. Susan Jeffers, Feel the Fear and do it anyway).

Und wenn Du dann entschieden hast ….

Tipp 9: „Good enough for now“

Nicht gleich daran zweifeln – „Good enough for now“ könnte eine Haltung sein, die Dir hilft, erst mal happy mit der Entscheidung zu sein.

Tipp 10: Dran bleiben!

Nicht gleich aufgeben – Sei comitted und gib nicht beim ersten Rückschlag gleich auf. Rückschläge sind normal. Besinn Dich drauf, warum die Entscheidung für Dich wichtig war & bleib dran!

Tipp 11: Ändere den Kurs bei Bedarf!

Wenn du nach einiger Zeit merkst, die Entscheidung tut Dir nicht gut, ändere es!
Du hast immer die Wahl!
Du zeigst Stärke, wenn Du Dir eingestehst, dass das was Du machst, Dich nicht glücklich macht!

Wie klingt das alles für Dich?
Probier’s aus!

In der Regel bereuen wir nicht das, was wir entschieden und ausprobiert haben, sondern das, was wir nicht entschieden und nicht gemacht haben!

Welche Entscheidung ist bei Dir gerade fällig?
Trau Dich! Mut zur Entscheidung!
If not now … when?

Literature

Kommentare sind geschlossen.

„NEIN“ SAGEN IST MUTIG!

Wie schwer fällt es Dir „Nein“ zu sagen? In welchen Situationen fällt es Dir besonders schwer?

Wenn Dich ein Freund um einen Gefallen bittet?
Wenn Du gefragt wirst, ob Du neue Aufgaben im Job übernehmen kannst, obwohl Du eh schon dauernd Überstunden machst?
Wenn Dir jemand ein richtig spannendes Projekt anbietet, Du aber eigentlich mehr Zeit mit Deiner Familie verbringen willst?
Wenn Dir bei Gehaltsverhandlungen ein schlechtes Angebot gemacht wird?
Oder wenn alle im Team „Ja“ sagen zu einer Idee, dann „Nein“ zu sagen?

Mir fällt es besonders schwer „Nein“ zu sagen, wenn es um mein engeres Umfeld geht. „Nein“ zu sagen zu einer Familienfeier während es noch das Gebot der Covid Kontaktbeschränkungen gibt.
Einem guten Freund gegenüber „Nein“ zu sagen, mit auf’s Oktoberfest zu gehen.
Meiner Schwester zu sagen, dass ich nicht schon wieder mit ihrer Psychologin sprechen will.

Warum fällt uns das „Nein“ sagen oft so schwer?

Wir wollen Erwartungen anderer nicht enttäuschen. Besonders, wenn das wozu wir „Nein“ sagen für den anderen sehr wichtig ist.
Wir haben Angst, abgelehnt zu werden und blöd dazustehen.
Wir haben Angst davor, was die anderen denken könnten.
Wir haben Angst, andere in Schwierigkeiten zu bringen.
Wir haben Angst, die Stimmung in der Gruppe zu vermiesen.
Lauter innere Kritiker, die sich da zeigen!

Und wenn wir es doch mal schaffen in einer schwierigen Situation „Nein“ zu sagen, haben wir ein schlechtes Gewissen und zweifeln „hätte ich nicht doch lieber „Ja“ sagen sollen?“ und stecken oft lange nach der Situation noch in unserem Kopfkino fest.

In der Regel sagen wir dann lieber oft nicht „Nein“ und zahlen den Preis! “Opportunitätskosten“ wenn man so will.
Denn wenn wir „Ja“ sagen zu Dingen, zu denen wir eigentlich „Nein“ sagen wollen, fehlt uns die Zeit und die Energie, die Dinge zu tun, die wir wirklich machen wollen.

Wir zahlen auch den Preis unserer Integrität. Denn wir machen nicht das, was uns wichtig ist, sondern was den anderen wichtig ist. Wir leben nicht unsere Werte, sondern die der anderen. Wir „verraten“ vielleicht sogar unsere Werte und machen was, was uns eigentlich gegen den Strich geht. Das wiederum schmälert unser Selbstbewusstsein. Wir sind enttäuscht von uns selbst.

Das muss nicht so sein!

Wir können lernen „Nein“ zu sagen.
Wir können uns davon befreien, was andere denken könnten.
Wir können unsere Ängste und Sorgen überwinden.
Wir können frei sein vom schlechten Gewissen.

Wie geht das?
Was kann Dir helfen, „Nein“ zu sagen? Und damit freier zu sein?

Vielleicht helfen dir ja diese 5 Tipps für mehr Mut „Nein“ zu sagen!

Tipp 1: Fange das Geschnatter!

Mach Dir Deine Gedanken bewusst!
Vor allem bei Themen und Situationen, bei denen es Dir schwer fällt, „Nein“ zu sagen oder Grenzen zu ziehen. (vgl Emiliya Zhivotovskaya, 20 Body & Mind Tools to overcome Anxiety)

Wie geht’s?

  • Pausiere, frage Dich „Was denke ich gerade?“
  • Schreib alle Gedanken und Stimmen auf, die sich zeigen.
  • Identifiziere: Wer unterstützt oder limitiert mich, welche Anteile zeigen sich?
  • Führe eine Struktur ein, die Dich daran erinnert, immer wieder zu pausieren (Stell Dir einen Wecker oder platziere ein Post-It an Deinem Rechner!)
  • Mach das regelmäßig, z.B. 1 x Tag über mehrere Wochen.

Tipp 2: Separiere Dich von Deinen Gedanken

Die Stimmen & Gedanken, die sich zeigen, wenn Du „Nein“ sagen willst, sind nur Teile von Dir – „einzelne Klebezettel oder Post-its“. Du als „ICH“ entscheidest, auf welche Gedanken du hören willst. (vgl. Emiliya Zhivotovskaya, 20 Body & Mind Tools to overcome Anxiety)

Wie?

  • Trenne das „ICH“ von Deinen Gedanken & Gefühlen
    > Sag „ein Teil von mir empfindet Angst“ statt „Ich bin ängstlich“ oder „ein Teil von mir will andere nicht enttäuschen“ statt „ich enttäusche andere“

  • Entscheide, auf wen Du hören willst!
    > Stell Dir vor, Du bist der Geschäftsführer und betrittst einen Konferenzraum. Dort sitzen all Deine Gedanken wie Angestellte am Konferenztisch. Jeder von ihnen hat seine Expertise und erzählt Dir seine Meinung. Du hörst allen zu und entscheidest dann, auf wen Du hören willst. Denn: Du hast die Wahl. Du kannst auch auf die mutige Stimme in Dir hören!

Tipp 3: Verbünde Dich mit Deinen inneren Superkräften!

Du hast viele unterstützende innere Ressourcen und Stärken, die Dir beim „Nein“ sagen helfen können, wie zum Beispiel der kreative oder der weise Anteil in Dir (Dein Zukunfts-Ich) oder auch Stärken wie die Durchhalterin, der Problemlöser, der Beobachter.

Sie sind Deine Superkräfte und Du kannst Sie jederzeit bewusst „anzapfen“ und nutzen. (vgl. Cynthia Loy Darst, Meet Your Inside Team)

Wie geht‘s?

  • Sammle: Was sind die inneren Ressourcen, die Dich am besten dabei unterstützen, „Nein“ zu sagen!
  • Personifiziere sie wie Bühnendarsteller und mach Sie zu Deinem Unterstützer-Team! (Adler – der Beobachter, Buddha – die Ruhe, Yoda – der Weise)
  • Mach Sie so lebendig wie möglich!
  • Übe Verbindung mit den einzelnen Mitgliedern aufzunehmen!

Falls Du hier tiefer einsteigen willst, sei bei meinem Online-Workshop „Innere Stärke & Mut“ dabei. Hier machen wir genau das: wir aktivieren und personifizieren Deine inneren Superkräfte .

Tipp 4: Sag Positiv „Nein“!

Positiv „Nein“ sagen heißt bestimmt Nein sagen und dabei eine positive Verbindung aufrechterhalten. (vgl. William Ury, The Power of a Positive No)

So geht’s in 3 Schritten

  1. Empfangen: Empfange die Anfrage so, dass Dein Gegenüber merkt, Du nimmst sie ernst und erkennst ihre Wichtigkeit an!
  2. NEIN sagen: Sag klar und eindeutig Nein und erkläre warum bzw. was Dir wichtig daran ist
  3. Öffnen: Biete etwas Konstruktives an, einen Weg nach vorne für die Anfrage

Wenn Dich beispielsweise ein Bekannter aus Deinem Netzwerk fragt, ob Du ihn bei einem Projekt unterstützen möchtest, könntest Du so positiv „Nein“ sagen:  

Ich freu mich sehr, dass du mich fragst, bei dem Projekt dabei zu sein und schätze Dein Vertrauen mir gegenüber.

Ich bin mit meinen Projekten stark ausgelastet und möchte die freie Zeit, die ich habe, mit meiner Familie verbringen. Daher unterstütze ich Dich nicht bei Deinem Projekt.

Da ich Eure Idee aber wirklich inspirierend finde, gebe ich Deine Anfrage gerne an eine Kollegin weiter, die vielleicht gut passen könnte.

Tipp 5: Bestätige Deinen Mut mit einem Mantra

Ein Bestätigungsmantra ist ein Mantra, dass Du Dir selbst sagst, nachdem Du mutig Grenzen gezogen hast. Ein Mantra könnte sein:

Mit „Nein“ sagen bleibe ich mir selbst treu!

„Nein“ sagen macht mich selbstbewusst!“

Es hilft Dir, Dich weniger „egoistisch“ zu fühlen und motiviert Dich, dranzubleiben und öfter „Nein“ zu sagen. (vgl. tinybuddha.com, How to set boundaries: 9 Tips for People-Pleasers)

Wie geht‘s?

  • Denk Dir ein Mantra aus & schreib es auf !
  • Visualisiere es & hab es in Sichtweite (z.B. als Bildschirmschoner auf Deinem Handy)!
  • Sag es Dir jedes Mal, nachdem Du „Nein“ sagst oder Grenzen ziehst!

Was noch?
Probier aus, was Dir von den Tipps am besten hilft, „Nein“ zu sagen
Übe es regelmäßig, damit es auch spontan in schwierigen Situationen gut klappt! Und nicht verzweifeln, wenn’s mal nicht klappt. Ist ganz normal!

Wenn Du noch mehr über die Tipps erfahren willst, schau Dir hier mein WEBINAR zu „Nein sagen – ganz ohne Angst“ durch Angabe Deiner E-Mail an.

Stell Dir vor … Du sagst von jetzt an immer „Nein“, wenn Du „Nein“ meinst?
Und „Ja“ zu dem, was Dir wichtig ist?
Was ist dann möglich für Dich?

Literatur

Kommentare sind geschlossen.

WIE WEITE ICH MEINE KOMFORTZONE AUS?

Bis vor kurzem bin ich nicht Auto gefahren, weil ich Angst davor hatte.

Seit einigen Monaten lebe ich in den Bergen, recht isoliert, und hier führt kein Weg am Autofahren vorbei. Jeglicher Workaround, den ich noch in der Stadt hatte, funktioniert nicht mehr so wirklich. 

Also habe ich wieder mit dem Fahren angefangen. Für mich war das mutig nach über 10 Jahren nicht fahren. Und ein riesiger Freiheitsgewinn!
Bisher fahre ich vor allem kleine Strecken zum Bahnhof, zum Fitnessstudio oder zum Einkaufen. Längere Fahrten oder Autobahnen meide ich noch.

Neulich hatte ich gleich zwei Termine, die etwas weiter weg waren und so gelegen, dass ich öffentlich nicht oder nur mit erheblichem Zeitaufwand hingekommen wäre. Also entschied ich mich dafür, die zwei längeren und unbekannten Strecken mit dem Auto zu fahren.

Raus aus der Komfortzone!
Neu konditionieren!

In der Nacht vor der ersten Fahrt habe ich schlecht geschlafen.
Ich war ziemlich unruhig, bin immer wieder aufgewacht und hatte diese Stimmen im Kopf:

  • Stimme A: „Sag den Termin doch ab! Ist ja nicht so dringend, kannst du wann anders machen!” (Die Vermeiderin)
  • Stimme B: „Wenn du so müde und gerädert morgen bist, bringt der Termin ja eh nix.“ (Die Perfektionistin)
  • Stimme C: „Klar fährst du. Das klappt schon. Das hat doch bisher immer geklappt! (Die Mutige)
  • Stimme D: „Was ist, wenn was passiert? Ein Unfall? Du den Weg nicht findest und zu spät kommst.“ (Die Ängstliche)

Begleitet wurde das Kopfkino von einem ängstlichen Gefühl und mir war übel. Also auch im Körper spürbar.

Kaum zu glauben! Mein Gehirn will mich manipulieren!

Kurzer Exkurs:
Hier greift der „Negativity Bias“- ein psychologisches Phänomen, das besagt: unser Gehirn konzentriert sich viel mehr auf die negativen als auf die positiven Dinge. Das ist ein Überbleibsel aus prähistorischen Zeiten. Damals war es eine gute Sache, wenn Du an einer dunklen Höhle vorbei gegangen bist, dass dein Gehirn dich gewarnt hat und die Gefahr signalisiert hast. Doch heutzutage bewirkt dieser Fokus auf das Negative eigentlich eher, dass wir Dinge vermeiden, die wir eigentlich wollen, weil uns unser Gehirn „Gefahr“ suggeriert.
In meinem Fall hat mein Gehirn mir auch Gefahr vor dem Autofahren signalisiert.
Um das Negativity Bias zu überwinden, müssen wir unserem Gehirn viel mehr positive Signale senden, um die negativen auszugleichen.

Was habe ich also gemacht?

Ich bin aufgestanden und losgefahren!
Etwas müde und angespannt und Autobahn noch aus der Route ausgeschlossen.
Aber ich bin gefahren. Und bin raus aus meiner Komfortzone. Ein kleiner Mutzugewinn.

Beim zweiten Termin lief es ähnlich ab.
Nachts nervös, morgens angespannt. Aber schon ein bisschen weniger als beim ersten Termin.

Macht auch Sinn.
Denn die Angst wird kleiner, wenn wir uns immer und immer wieder stellen.
Sie löst sich mit der Zeit auf und jedes Mal, wenn wir uns aus der Komfortzone raus bewegen, werden wir selbstbewusster und innerlich stärker und trauen uns mehr zu. In der Regel werden auch die Risiken größer, die wir eingehen. (Also nächstes Mal -> Autobahn!)

Die Komfortzone ist im Übrigen für jeden was anderes.

Was für mich Autofahren ist, ist für Dich vielleicht auf Veranstaltungen gehen und fremde Leute ansprechen oder Dich in der Arbeit gegenüber Kollegen und Vorgesetzten durchsetzen.

Wie kannst Du Deine Komfortzone ausweiten?
Mach am besten jeden Tag etwas, dass Dich aus Deiner Komfortzone bringt.

Wie setzt Du es um?

  • Nimm Dir am besten jeden Abend vor, welches WAGNIS du am nächsten Tag eingehst!
  • Mach zum Beispiel was, was sich Du sonst vermeidest: ein Meeting moderieren, mehr Gehalt fordern oder Nein sagen.
  • Mach dir ein möglichst klares Bild davon, wie das ablaufen wird und auch in welchen Situationen Du eventuell zögern könntest.
  • Und dann Mach’s! (vgl. Susan Jeffers, Feel the Fear and Do it Anyway)

Wie kannst Du noch Deine Komfortzone ausweiten?

>> Komm zum REBEL COACH CAMP und stell Dich dem, was du am meisten vermeidest.

Literatur:

  • Stangl, W. (2020). Stichwort: ‚Negativitätsbias‘, Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik, 15.1.2020, https://lexikon.stangl.eu/23062/negativity-bias-negativitaetsbias/
  • Susan Jeffers, Feel the fear and do it anyway, 2007
  • Cynthia Loy Darst, Meet Your Inside Team: How to Turn Internal Conflict into Clarity and Move Forward with Your Life, 2018
Kommentare sind geschlossen.

WIE BEKOMME ICH EINE MUTIGE HALTUNG?

In meinem Beitrag Mut ist eine Entscheidung schreibe ich davon, dass Mut eine Haltung ist. Eine Einstellung, wie ich mit Ängsten und unbequemen Situationen umgehe.

Was ist damit gemeint?
Und wie komme ich zu einer mutigeren Haltung?

Susan Jeffers beschreibt das in ihrem Buch Feel the Fear and do it anyway sehr genau. Im Folgenden einige Gedanken und Übungen daraus.

Wir können mit der Angst aus einer Haltung der Stärke heraus oder aus einer Haltung der Schwäche heraus umgehen.

Wenn ich mit Angst aus einer Haltung der Schwäche heraus umgehe, erzeugt Angst bei mir Lähmung; ich fühle mich hilflos und ausgeliefert, ich bin handlungsunfähig.

Wenn ich mit der Angst aus einer Position der inneren Stärke heraus umgehe besitze ich die Fähigkeit, jederzeit das zu tun, was ich will, obwohl ich Angst habe. Ich lasse mich von der Angst nicht abhalten.

Wenn man sich eine Art Mut-Skala vorstellt – links Angst, Hilflosigkeit, Lähmung und rechts Mut, Stärke, Entscheidungsfreiheit und Handeln – sind viele von uns wahrscheinlich irgendwo in der Mitte. Wir sind durch unsere Ängste nicht völlig handlungsunfähig, lassen uns aber doch immer wieder von ihnen abhalten. (vgl. Susan Jeffers, Feel the fear and do it anyway).

Wie?
Indem wir beispielsweise mit so einer wie oben beschriebenen Mut-Skala arbeiten. Susan Jeffers nennt das Pain to Power Chart.

Und so kannst Du mit dieser Mut-Skala arbeiten:

  • Male Dir die Skala auf ein großes Blatt Papier oder Poster
    • Links auf der Skala steht: Angst, Hilflosigkeit, Lähmung
    • Rechts auf der Skala steht: Stärke, Entscheidungsfreiheit und Handeln
  • Mache dort einen Punkt, wo Du gerade bist
  • Schaue jeden Tag drauf: „Bin ich noch da oder woanders?“
  • Frage Dich bei dem was du täglich tust und entscheidest: „Bringt mich das in eine stärkere Position?“

Was können wir noch machen, um zu einer Haltung der Stärke zu kommen?

Wir können unser Vokabular ändern!
Die Art und Weise wie wir Worte einsetzen, hat enormen Einfluss auf unsere HALTUNG.

Am Beispiel „Ich kann nicht“ vs. „Ich will nicht“ kann man das sehr gut sehen.

„Ich kann nicht“ impliziert „Du hast keine Kontrolle“, „Du kriegst es nicht hin“, „Du hast keine Wahl“. Mit „Ich kann nicht“ suggerierst Du Deinem Unterbewusstsein: „Schwach, sie will heute schwach sein“. Dein Unterbewusstsein glaubt nur das, was es hört, nicht was stimmt.

„Ich will nicht“ dagegen drückt aus: „Du hast die Wahl“. „Ich kann, will aber nicht, weil etwas anderes wichtiger ist“.

 „Ich kann die Stelle nicht annehmen, weil ich mich um meine Kinder kümmern muss“ ist weniger stark und mutig als „Ich will die Stelle nicht annehmen, weil es mir wichtig ist, Zeit mit meinen Kindern zu verbringen und ich das sonst zeitlich nicht unterbringe“.

Wir können also „Ich kann nicht“ getrost dem Vokabular streichen J

Auch dieses Beispiel verdeutlicht, wie wir durch Worte der Stärke in eine Haltung der Stärke kommen: „Ich hoffe, ich bekomme den Auftrag“ und „Ich weiß, ich bekomme den Auftrag.“

„Ich hoffe“ drücke ich Sorgen, Zweifel aus … Unruhe entsteht.
„Ich weiß“ strahlt eine Bestimmtheit und Zuversicht aus. Es ist Ruhe in der Aussage.

Willst Du auch eine Haltung der Stärke?
Eine mutigere Haltung?

>> Dann komm zum Rebel Coach Camp – 2 Tage Mut-Coaching für Deine Veränderung.

Literatur:

  • Susan Jeffers, Feel the fear and do it anyway, 2007
Kommentare sind geschlossen.

WARUM SIND WIR NICHT MUTIG?

Ein schönes Bild für Mut ist der Bezug zum Springreiten. Eine Anekdote sagt: Damit ein Pferd und sein Reiter über einen Zaun springen konnten, müssen sie zuerst ihr Herz darüber werfen und dann hinterher springen – ohne zu wissen was sie auf der anderen Seite erwartet. (vgl. Henry Kimsey House, Courage and the Leader in Front)

Ja, so fühlt sich das an bei großen Veränderungen.
So war das bei mir und der Selbstständigkeit.

Ich habe eine Vision, eine Leidenschaft. Ich will selbständiger Coach werden. Ich will dem nachgehen, mich trauen … meinem Herzen folgen und springen.  Und dann … kurz bevor ich abspringe und mich traue, passiert das hier:

  • Stimme A: Du setzt Dein Image aufs Spiel! Was ist, wenn Du scheiterst? (Die Ängstliche)
  • Stimme B: Du hast doch eine Vision! Trau Dich, kündige und folge Deinem Herzen! (Die Mutige)
  • Stimme C: Geh kein Risiko ein! Wie willst du finanziell überleben? (Der Panikmacher)
  • Stimme D: Spring! Du hast bisher immer alles erreicht, was Du Dir vorgenommen hast (Die Weise)
  • Stimme E: Du bist nicht gut genug. Es gibt andere, die viel besser und erfahrener sind. Und Du denkst, du kannst davon leben. (Der Richter)

.. und so weiter …

Und dann werden Die ängstlichen und limitierenden Stimmen immer lauter und lauter und setzen sich schließlich durch.
Ich springe nicht.
Die Leidenschaft alleine scheint nicht zu reichen.
Ich komme nicht über die Angst Barriere.

Warum ist das so? Warum stecke ich fest? Was passiert hier?

Bei allen größeren Veränderungen läuft so eine Art innere Konversation ab – entweder bewusst oder unbewusst. Wir hören unserer Gedanken als Stimmen. Manche davon sind unterstützend, andere ängstlich und limitierend. (vgl. Cynthia Loy Darst, Meet Your Inside Team). Meistens setzten sich die ängstlichen Stimmen durch, weil wir uns nicht aktiv mit ihnen auseinandersetzen und sie verändern.

Diese ängstlichen Stimmen hat jeder. Sie werden auch oft innere Kritiker oder Saboteure genannt. Sie erscheinen vor allem dann, wenn wir eine größere Veränderung ansteuern oder ein wichtiges Vorhaben umsetzen wollen. Sie sind die Bewahrer des Status Quo, die noch aus der Kindheit stammen und uns vor Gefahren schützen wollen. Oft steckt ein Funken Wahrheit in ihnen. Doch zu 99 % ist die Angst, die sie vermitteln unbegründet. Wir sind keine Kinder mehr. Wir haben uns weiterentwickelt und sie hindern uns daran, Dinge umzusetzen, die uns wichtig.

Was sind andere Gründe, warum wir nicht springen?

Wir sind von klein auf auf Vorsicht konditioniert sind.
Welche Eltern sagen schon zu Ihrem Kind „Geh raus und wage heute viel“?
In der Regel hören wir: „Sei Vorsichtig“, „Pass auf“, „Geh kein unnötiges Risiko ein“. (vgl. Susan Jeffers, Feel the fear and do it anyway).

Auch der sogenannte „Status Quo Bias“ spielt eine Rolle. Das ist die (irrationale) Tendenz den aktuellen Zustand einer Veränderung vorzuziehen.

Wer kennt das nicht? Wir wechseln die Bank oder den Stromanbieter nicht, obwohl es viel lukrativere Angebote gibt. Wir schlagen spannende Jobangebote oder die Selbstständigkeit zugunsten der aktuellen Stelle aus, obwohl wir dort nicht glücklich sind. (vgl Lucius Caviola, Status Quo Bias und Reversal Test, 4.12.2012)

Letztlich ist es gar aber nicht so wichtig, warum wir nicht über die Angstbarriere kommen, warum die Ängste da sind.

Die Ängste sind da und sie bleiben da, so lange wir uns weiterentwickeln und wachsen.

Daher brauchen wir nicht gegen sie ankämpfen, sondern können sie akzeptieren und die Dinge, die uns wichtig sind, trotzdem zu machen.

Wir können die Angst zu unserem Begleiter machen.

Wir können eine andere Haltung zur Angst entwickeln.
Eine Haltung, die Angst nicht als Warnsignal, als Signal für Rückzug sieht
Sondern eine Haltung, die Angst als positives grünes Licht sieht, um weiterzugehen und uns zu trauen, die Dinge anzugehen, die uns wichtig sind – trotz der Angst.

Was ist Deine Haltung zur Angst?
Welche Haltung willst Du in Zukunft?

Willst du eine mutigere Haltung entwickeln?
>> Dann komm zum Rebel Coach Camp –  2 Tage Mut-Coaching für Deine Veränderung

Literatur:

Kommentare sind geschlossen.

WAS IST MUT?

Was ist Mut? Das habe ich mein Umfeld gefragt und dazu unter anderem diese Antworten erhalten:

wenn ich Dinge tue, die mich Selbstüberwindung kosten, z.B. Bergsteigen bei Höhenangst

mich aufs Bauchgefühl verlassen und entgegen dem Strom machen, was mir wichtig ist

unangenehmen Situationen nicht aus dem Weg zu gehen, sondern sich diesen zu stellen.

meine Meinung zu sagen, auch wenn die anderen eine andere haben

unbekannte Wege gehen, ohne zu wissen, wie’s ausgeht

die öffentliche Preisgabe meiner Ängste und Emotionen, z.B. vor anderen zu scheitern oder weinen

Mut hat viele verschiedene Facetten. Melanie Greenberg spricht in ihrem Artikel in der Psychology Today davon, dass Mut die folgenden 6 Facetten hat:

  • Angst haben und es trotzdem tun – sich selbst überwinden, sich seinen Ängsten stellen.
  • dem Herzen folgen – das tun, was einem wichtig ist, auch gegen den Strom.
  • beharrlich sein trotz aller Widerstände – sich immer wieder stellen, nicht weglaufen, wenn’s mal schwierig wird.
  • für das eintreten, was richtig ist – für andere einstehen, aufstehen, die Meinung sagen … auch wenn die Stimme zittert.
  • den Horizont erweitern, das Vertraute loslassen – sich in unbekannte Situation begeben ohne Backup und ohne zu wissen, wie’s ausgeht.
  • dem Leid mit Würde begegnen – Schicksalsschläge wie Krankheit annehmen, das Beste daraus machen und andere in ihrem Leid begleiten.

Ich würde noch eine weitere Facette ergänzen, die von Brené Brown stammt:

  • sich Verletzlich zeigen – öffentlich Fehler zugeben oder scheitern, seine Schattenseiten zeigen. (vgl. Brené Brown, Daring Greatly)

Mut hat nicht nur viele Ausprägungen, sondern wird auch unterschiedlich definiert.

Diese Definition ist mir besonders ans Herz gewachsen: Cour-Rage, das französische Wort für Mut. Herz & Rage – die Rage des Herzens. Mir gefällt, dass hier vor allem die Passion und Leidenschaft sowie die Intensität von Mut betont wird. (vgl. Henry Kimsey-House, Courage and the Leader in Front).

In Lexika und Dictionaries wird Mut oft als Geisteshaltung oder Mindset definiert (siehe dazu auch „Mut ist eine Entscheidung“): „the quality of mind or spirit that enables a person to face difficulty, danger, pain, etc., without fear, bravery.“ (vgl. dictionary.com)

Die Definition von Robert Biswas-Diener trifft wohl am genausten, was Mut ist:

Courage is the willingness to act toward a moral or worthwhile goal despite the presence of risk, uncertainty or fear.

Robert Biswas-Diener, The Courage-Quotient

Mut ist die Bereitschaft trotz Angst, Unsicherheit oder Risiko – ein mir wichtiges und moralisches Ziel zu verfolgen. Mit “moralisch” meint Biswas-Diener, dass die Handlung etwas Gutes für mich oder andere bewirkt. Ohne die moralische Komponente würde die oben genannte Definition auch auf einen Einbrecher passen: Dieser ist bereit trotz Gefahr und Angst ein für ihn lohnenswertes aber unmoralisches Ziel – den Diebstahl – zu verfolgen. (vgl. Robert Biswas-Diener, The Courage-Quotient).

Die Researcherin Cynthia Puthia unterscheidet bei ihrer Definition zwischen zwei Arten von Mut: “General Courage” (Mut im Sinne aller) und “Personal Courage” (Mut für mich ganz persönlich) (vgl. Cynthia Puthia, The Construct of Courage).

“General Courage” ist das, was die Allgemeinheit unter Mut versteht. Handlungen, die von den meisten Menschen als mutig bewerten werden. Ein Feuerwehrmann, der einen Menschen aus dem brennenden Haus rettet oder eine Aktivistin, die öffentlich ihre Meinung vertritt, obwohl sie dafür verfolgt werden könnte.

“Personal Courage” ist Mut für mich ganz persönlich, wenn ich meine ganz persönliche Angst überwinde, was für andere eventuell gar nicht mutig ist, z.B. längere Strecken mit dem Auto fahren oder vor vielen Leuten zu sprechen, wenn ich davor Angst habe.

Vielleicht wird nicht jeder von uns ein Feuerwehrmann oder eine Aktivistin und damit mutig im allgemeinen Sinne.

Was den persönlichen Mut angeht, gibt es eine gute Nachricht:
Wir haben alle das Potential, uns unseren Ängsten und Saboteuren zu stellen und mutiger zu werden.  (vgl. Biswas-Diener, The Courage Quotient)

Wir können Mut lernen!

Willst Du auch Mut lernen?

Verschwende keine Zeit! Leg los!
>> Beim REBEL COACH CAMP – 2 Tage Mut-Coaching für Deine Veränderung

Literatur

Kommentare sind geschlossen.

WE CAN BE REBELS

Mut ist eine Entscheidung

Laura Dekker bricht als 14-jährige trotz großen Aufschreis und vieler Hindernisse auf und segelt alleine um die Welt.
Greta Thunberg löst mit Fridays for Future eine globale Bewegung für eine nachhaltige Klimapolitik aus und traut sich, den Mächtigsten der Welt eine Standpauke über ihren destruktiven Umgang mit der Umwelt zu halten.
Die brasilianische Surferin Maja Gabeira ist die erste Frau die eine 14 m hohe Welle reitet. Eines Tages stürzt sie, überlebt aber schwer verletzt. Das hält sie nicht davon ab, wieder zu surfen. Ein paar Jahre später reitet sie an der gleichen Stelle, wo der Unfall passierte, eine über 20 m hohe Welle und surft damit erneut einen neuen Rekord (vgl. Elena Favili, Francesca Cavallo, Good Night Stories for Rebel Girls, 2017)

Diese Frauen haben Mut. Wir alle kennen Menschen mit Mut. (Auch Männer:)
Menschen, die Ihre Eltern viele Jahre pflegen und beim Sterben begleiten. Ein Freund, der trotz Flugangst lange Strecken fliegt. Eine Freundin, die ihren gut bezahlten Job kündigt, um ihrer Leidenschaft nachzugehen und eine Stiftung zu gründen.

Sind all sie mit mehr Mut geboren?
Ist Mut eine Charaktereigenschaft?

Sicherlich sind manche Menschen von Geburt an risikobereiter als andere.

Doch Forscher sind sich einig: Menschen können mutiger werden. Und das unabhängig vom Alter, Geschlecht und Ihrer Persönlichkeit (vgl. Boris Hänssler, Über Mut, Psychologie Heute)
Denn Mut ist eine Haltung.
Mut ist eine Einstellung, wie ich mit Risiken und Ängsten umgehe. Wenn ich mutig bin, mache ich all die Dinge, die mir wichtig sind, obwohl ich Angst habe. Ich lasse nicht zu, dass unangenehme Dinge oder bedrohliche Situationen mich abhalten oder lähmen.

Ich entscheide mich aktiv dafür – trotz Angst, Unsicherheit oder Risiko – ein mir wichtiges und oft auch moralisches Ziel zu verfolgen oder wie Robert Biswas-Diener in seinem Buch “The Courage Quotient” definiert:

Courage is the willingness to act toward a moral or worthwhile goal despite the presence of rsik, uncertainty or fear.

Robert Biswas-Diener, The Courage Quotient

Mut ist also eine Entscheidung.
Eine Entscheidung für die Veränderung, für neue Wege, dafür, Grenzen zu überschreiten.

Und es lohnt sich, mutiger zu sein!
Christopher Keller deckte in einer Studie 2016 auf, dass mutige Menschen gesünder sind.

Der Wille, Mut zu zeigen, und das somatische Empfinden beeinflussen sich: Wer mutiger ist, hat weniger körperliche Beschwerden – und umgekehrt.

Boris Hänssler, Über Mut, Psychologie Heute


Was noch? Es stellt uns nachhaltig zufrieden, Dinge zu tun, die wir vorher nicht konnten oder auch Dinge, die nicht einfach sind, die uns Überwindung oder Anstrengung kosten.
Genau diese Dinge, die wir zum ersten Mal tun oder besonders aufmerksam und intensiv tun, bleiben uns zudem besonders gut im Gedächtnis. Wir erinnern uns lange und nachhaltig an Situationen, in denen wir die Komfortzone verlassen mussten, der sogenannte Reminiszenz-Effekt. Mut sorgt also auch für schöne Erinnerungen (vgl. Fabrice Braun, Welche Erinnerungen machen uns glücklich?, Sueddeutsche Zeitung).
Das wichtigste aber ist: Mut führt zu einem glücklichen und erfüllten Leben, weil wir das tun, was uns wichtig ist und uns nicht einschränken lassen.

Ich habe mich für Mut entschieden. Ich will mein Leben so mutig wie möglich leben.
Meine Komfortzone verlassen, Veränderungen angehen, die mir Angst machen, ins Ungewisse gehen, Fehler provozieren trotz massiver Angst vor dem Scheitern, das Richtige tun, meine Meinung sagen, für andere einstehen, andere in ihrem Leid helfen und da bleiben, wenn’s schwierig wird. Und das immer wieder.

Gar nicht so einfach. Aber es ist es wert.

Willst Du auch mutiger sein?

Verschwende keine Zeit! Leg los!
>> Beim REBEL COACH CAMP – 2 Tage Mut-Coaching für Deine Veränderung

Literatur

  • Elena Favili, Francesca Cavallo: Good Night Stories for Rebel Girls, 2018
  • Robert Biswas-Diener: The Courage Quotient: How Science Can Make You Braver, 2012
  • Boris Hänssler, Über Mut, Psychologie Heute, 8.11.2017
  • Fabrice Braun, Welche Erinnerungen machen uns glücklich?, Sueddeutsche Zeitung, 27.12.2019

Kommentare sind geschlossen.