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WIE BEKOMME ICH EINE MUTIGE HALTUNG?

In meinem Beitrag Mut ist eine Entscheidung schreibe ich davon, dass Mut eine Haltung ist. Eine Einstellung, wie ich mit Ängsten und unbequemen Situationen umgehe.

Was ist damit gemeint?
Und wie komme ich zu einer mutigeren Haltung?

Susan Jeffers beschreibt das in ihrem Buch Feel the Fear and do it anyway sehr genau. Im Folgenden einige Gedanken und Übungen daraus.

Wir können mit der Angst aus einer Haltung der Stärke heraus oder aus einer Haltung der Schwäche heraus umgehen.

Wenn ich mit Angst aus einer Haltung der Schwäche heraus umgehe, erzeugt Angst bei mir Lähmung; ich fühle mich hilflos und ausgeliefert, ich bin handlungsunfähig.

Wenn ich mit der Angst aus einer Position der inneren Stärke heraus umgehe besitze ich die Fähigkeit, jederzeit das zu tun, was ich will, obwohl ich Angst habe. Ich lasse mich von der Angst nicht abhalten.

Wenn man sich eine Art Mut-Skala vorstellt – links Angst, Hilflosigkeit, Lähmung und rechts Mut, Stärke, Entscheidungsfreiheit und Handeln – sind viele von uns wahrscheinlich irgendwo in der Mitte. Wir sind durch unsere Ängste nicht völlig handlungsunfähig, lassen uns aber doch immer wieder von ihnen abhalten. (vgl. Susan Jeffers, Feel the fear and do it anyway).

Wie?
Indem wir beispielsweise mit so einer wie oben beschriebenen Mut-Skala arbeiten. Susan Jeffers nennt das Pain to Power Chart.

Und so kannst Du mit dieser Mut-Skala arbeiten:

  • Male Dir die Skala auf ein großes Blatt Papier oder Poster
    • Links auf der Skala steht: Angst, Hilflosigkeit, Lähmung
    • Rechts auf der Skala steht: Stärke, Entscheidungsfreiheit und Handeln
  • Mache dort einen Punkt, wo Du gerade bist
  • Schaue jeden Tag drauf: „Bin ich noch da oder woanders?“
  • Frage Dich bei dem was du täglich tust und entscheidest: „Bringt mich das in eine stärkere Position?“

Was können wir noch machen, um zu einer Haltung der Stärke zu kommen?

Wir können unser Vokabular ändern!
Die Art und Weise wie wir Worte einsetzen, hat enormen Einfluss auf unsere HALTUNG.

Am Beispiel „Ich kann nicht“ vs. „Ich will nicht“ kann man das sehr gut sehen.

„Ich kann nicht“ impliziert „Du hast keine Kontrolle“, „Du kriegst es nicht hin“, „Du hast keine Wahl“. Mit „Ich kann nicht“ suggerierst Du Deinem Unterbewusstsein: „Schwach, sie will heute schwach sein“. Dein Unterbewusstsein glaubt nur das, was es hört, nicht was stimmt.

„Ich will nicht“ dagegen drückt aus: „Du hast die Wahl“. „Ich kann, will aber nicht, weil etwas anderes wichtiger ist“.

 „Ich kann die Stelle nicht annehmen, weil ich mich um meine Kinder kümmern muss“ ist weniger stark und mutig als „Ich will die Stelle nicht annehmen, weil es mir wichtig ist, Zeit mit meinen Kindern zu verbringen und ich das sonst zeitlich nicht unterbringe“.

Wir können also „Ich kann nicht“ getrost dem Vokabular streichen J

Auch dieses Beispiel verdeutlicht, wie wir durch Worte der Stärke in eine Haltung der Stärke kommen: „Ich hoffe, ich bekomme den Auftrag“ und „Ich weiß, ich bekomme den Auftrag.“

„Ich hoffe“ drücke ich Sorgen, Zweifel aus … Unruhe entsteht.
„Ich weiß“ strahlt eine Bestimmtheit und Zuversicht aus. Es ist Ruhe in der Aussage.

Willst Du auch eine Haltung der Stärke?
Eine mutigere Haltung?

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Literatur:

  • Susan Jeffers, Feel the fear and do it anyway, 2007

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