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ME, MYSELF AND I

Maske an, Kopfhörer rein, Augen zu.
Eintauchen in meine Bubble,
hinabsteigen in mein Gedankental,
Störwolken vorbeiziehn lassen,
Fremdkörper ausblenden.
Sicher, geschützt, heimisch.
Isoliert, einspurig, monoton.
Keine Hugs, wenig Nähe, kaum Austausch.
Me, Myself and I statt Us.

Mein Bereich, Dein Bereich.
Klare Regeln, keine Grenzüberschreitung.
Desinfektionsgel parat. Gefahren überall.
Fenster auf, Abstand klar.
Ampel rot, Feste tot … Konzerte sowieso.
Level 3 angespannt, zaghaft, defensiv.
Sollen wir, oder lieber nicht?
Darf man das, und wenn ja, gehört sich das?

News im Minutentakt. Alles voll davon. Zuplakatiert.
Keiner weiß mehr, was gilt, was zählt.
Alles ändert sich, dauernd, ständig.
Hier dies, dort das. Ach, doch nicht.
Uneinigkeit innerhalb weniger Kilometer.
So als ob Bundesländer Außengrenzen haben.
Und Prestige Logik sticht.
Der Zähler zählt hoch. Exponentiell. Überdimensional.

Dann doch lieber …
Maske an, Kopfhörer rein, Augen zu.
Life on Mars, Weird Fishes, Pyramid Song.
Tonspuren verfolgen,
An den Beats entlang gleiten,
Wortkunstwerke feiern,
Imagineer sein und Zukunft träumen.
Eine mit Nähe. Mit Hugs. Ohne Abstand.

Veröffentlicht in Poetry

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